Darüberhinaus scheint es uns für »alteingesessene« Institutionen ein zwar nich Unmögliches, aber schwieriges Unterfangen, über lange Zeiten tiefgeprägte hypotaktisch-hierarchische Strukturen und Mentalitäten in eine wirklich transdisziplinäre Charakteriestik zu überführen. Bei der Neugründung des onomato kepos besteht die Möglichkeit, von Beginn an, vor allem durch die Auswahl der Künstler-Persönlichkeiten, der räumlichen-technischen Gegebenheiten und der denkerischen Begleitung, die Formen und Vorgehensweisen nach einem analogisch-metaphorischen Prinzip auszuprägen. Durchaus kann ein von Beginn an mit diesem Bedacht ausgeprägert Ort als Experimentier- und Forschungsstätte für die etablierten Institute gelten und entsprechend auch ein Transfer von Erfahrungen und Strukturelementen als mögliche Routine eingerichtet werden.

Es kann uns nicht darum gehen lediglich eine weitere Stätte zur Vorbereitung des beruflichen Werdegangs in der Medienlandschaft zu schaffen. Wir wollen die bedeutenden Künstlerinnen und Künstler in dieser Stadt einladen und versammeln, um die adäquate Form einer Schule mit Schwerpunkt auf den Zeitkünsten in Beziehung zu den bildenden Künsten nach dem Charakter und Klima einer Künstlergruppe auszuprägen.Den eigentlichen Sinn aber für die Gründung eines Hauses der Zeit- und bildenden Künste in der Verbindung zur Literatur, Sprache und Philosophie, sehen wir in einem essentiellen Bedarf der im Zusammenhang bis an die Grundfragen der menschlichen - und in diesem Falle zunächst auch städtischen Kultur - heranreicht.
Hier liegt unser Bewegrund zu der besonderen Form. Polemisch wollen wir sagen: Die Arbeit mit den Medien in einer Kunstform der Verflechtung mit den Motiven aller Künste ist uns Vehikel für die Erprobung und Entwicklung eines ganz anderen Charakters der Arbeit und der Wertschöpfung.
Ein Ort, zumindest ein Ort in der Stadt soll entstehen der - möglicherweise beispielgebend und - warum nicht? - ermutigend auch über die Stadt hinaus - diesen besonderen Charakter in einem zunächst zweckfreien Raum erproben kann; es ist dies auch zuletzt ein Experiment einer nicht-kanonischen offenen Sinngebung im Zuge der Entwicklung einer analogisch-metaphorischen Methodik.  (hierzu weitergehend: III. 2 und 3)
In dieser weitergehenden Motivation zu der besonderen Form liegt auch die Differenz zu anderen Bemühungen um analogische Formen. Auch die verschiedenen bisherigen Einrichtungen in NRW z.B. bemühen sich seit einigen Jahren um interdisziplinäre Strukturen. Der Medienbereich der Fachhochschule Düsseldorf etwa präsentiert sich mit den Worten:
»Interdisziplinär, multimedial und projektorientiert - so präsentiert sich der Fachbereich Medien seit Dezember 2000«.
dann aber heißt es weiter: Unsere Absolventen sind optimal auf den Markt vorbereitet. In interdisziplinären Projekten (...) werden die Studierenden bereits frühzeitig mit den (...) Anforderungen der potenziellen Arbeitgeber vertraut gemacht.
Hier zeigt sich, daß das analogische, interdisziplinäre Prinzip zunächst nur zur kurzfristig-utilitären Zwecken eingesetzt wird. Selbst die KHM in Köln hat, etwa durch die Nähe der Sender oder andere Faktoren, hat sich, unter Verlust seiner zunächst hohen, übergreifend-künstlerischer Ambition, dahingehend entwickelt.

Darüberhinaus scheint es uns für »alteingesessene« Institutionen ein zwar nich Unmögliches, aber schwieriges Unterfangen, über lange Zeiten tiefgeprägte hypotaktisch-hierarchische Strukturen und Mentalitäten in eine wirklich transdisziplinäre Charakteriestik zu überführen. Bei der Neugründung des onomato kepos besteht die Möglichkeit, von Beginn an, vor allem durch die Auswahl der Künstler-Persönlichkeiten, der räumlichen-technischen Gegebenheiten und der denkerischen Begleitung, die Formen und Vorgehensweisen nach einem analogisch-metaphorischen Prinzip auszuprägen. Durchaus kann ein von Beginn an mit diesem Bedacht ausgeprägert Ort als Experimentier- und Forschungsstätte für die etablierten Institute gelten und entsprechend auch ein Transfer von Erfahrungen und Strukturelementen als mögliche Routine eingerichtet werden.
Es kann uns nicht darum gehen lediglich eine weitere Stätte zur Vorbereitung des beruflichen Werdegangs in der Medienlandschaft zu schaffen. Wir wollen die bedeutenden Künstlerinnen und Künstler in dieser Stadt einladen und versammeln, um die adäquate Form einer Schule mit Schwerpunkt auf den Zeitkünsten in Beziehung zu den bildenden Künsten nach dem Charakter und Klima einer Künstlergruppe auszuprägen.