BEDARFSFRAGE
Benötigt die Landeshauptstadt, bzw. das Land NRW neben den größeren
Einrichtungen in diesem Bereich, wie z.B. der KHM Köln und den
Medienabteilungen an den Fachhochschulen eine weiteres Haus, bzw. eine
weitere Hochschule für Medienkunst?
Wir wollen bei einer Antwort auf diese Frage unterscheiden zwischen einem praktischen und einem essentiellen Bedarf.
Der
nahe, aktuelle und praktische Bedarf in dieser Stadt ist kaum von der
Hand zu weisen: Ein zentraler, prominterer Ort mit dem Schwerpunkt
Medienkunst, eine Anlaufstelle zur Hilfestellung und Anregung für
Künstlerinnen, Künstler und Gastkünstler, mit Arbeitsmöglichkeiten und
einem Geräteverleih, einem offenen Künstlerarchiv, für die Koordination
von Projekten, mit einem strukturierter Lehrbetrieb - , die Schaffung
eines solchen Ortes ist dringend geboten.
Die Stadt Düsseldorf
verfügt mit 4000 ansässigen Künstlerinnen und Künstlern über die größte
Künstlerdichte in der BRD. Für bildende Künstler, auch wenn sie sich
nicht, oder noch nicht explizit als Medienkünstler verstehen, ist es
eine Selbstverständlichkeit geworden, neben ihrem Kernbereich mit den
zeitgenössischen Medien bzw. intermedial zu arbeiten: sei es um die
Arbeit auf einer anderen Ebene zu reflektieren bzw. zu erweitern - oder
auch nur um sie zu dokumentieren oder für die Usancen der Kommunikation
und Darstellung eines Künstlerunternehmers aufzubereiten.
Sicherlich
verfügen in zunehmendem Maße die Künstlerinnen und Künstler über die
multimedialen Kulturtechniken und können die erweiterten Möglichkeiten
eigenständig erfassen. Ein größerer Teil allerdings benötigt - auch in
Betracht einer künstlerischen, persönlichen und auch ständigen
technischen Weiterentwicklung für diesen Zuwachs der
Ausdruckmöglichkeiten, eines attraktiven Bezugsortes; besonders, wenn
diese Erweiterung temporär oder anfänglich intendiert ist.
Dabei ist
ein dringender Bedarf nicht nur für die freien Künstlerinnen und
Künstler der Stadt festzustellen sondern auch für die Studentinnen und
Studenten der Kunstakademie, der Fachhochschule und des Studienganges
der Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität. Es ist
bekannt, daß dieser Bereich an der Kunstakademie Düsseldorf deutlich
nachgelassen hat bzw. konsequent abgebaut wird, daß es an der
Fachhochschule Düsseldorf schwierig ist, etwa Studiozeiten in der Bild
und Tontechnik zu erhalten - und das die Praxis im Bereich der
Medienwissenschaften unterrepräsentiert ist.
Zur Zeit gibt es in
Düsseldorf unseres Wissens 2 Orte, die einen Bedarf in diesem Metier
anfänglich bedienen können: Die Filmwerkstatt Düsseldorf e.V. und den
onomato Künstlerverein. Keiner der Orte kann allerdings bisher - aus
verschiedenen Gründen - das erfüllen, was wir für eine solche
Einrichtung als Grundqualität für unabdinbar halten: Ein hohes Maß an
praktischer Attraktivität und technischer Valenz. (siehe Punkt x)
Der
zunächst praktische Bedarf in einer solchermaßen allgemeinen
Perspektive ist offenkundig. Für eine weitergehende Versicherung dieser
Annahme, einer Verifizierung und Spezifizierung des Bedarfes schlagen
wir - womöglich im Zuge der ersten Stufe einer Institutionalisierung
des onomato - eine diesbezüglich wissenschaftlich begleitete
Umfrageaktion vor.
Den eigentlichen Sinn aber für die Gründung
eines Hauses der Zeit- und bildenden Künste in der Verbindung zur
Literatur, Sprache und Philosophie, sehen wir in einem essentiellen
Bedarf der im Zusammenhang bis an die Grundfragen der menschlichen -
und in diesem Falle zunächst auch städtischen Kultur - heranreicht.
Hier
liegt unser Bewegrund zu der besonderen Form. Polemisch wollen wir
sagen: Die Arbeit mit den Medien in einer Kunstform der Verflechtung
mit den Motiven aller Künste ist uns Vehikel für die Erprobung und
Entwicklung eines ganz anderen Charakters der Arbeit und der
Wertschöpfung.
Ein Ort, zumindest ein Ort in der Stadt soll
entstehen der - möglicherweise beispielgebend und - warum nicht? -
ermutigend auch über die Stadt hinaus - diesen besonderen Charakter in
einem zunächst zweckfreien Raum erproben kann; es ist dies auch zuletzt
ein Experiment einer nicht-kanonischen offenen Sinngebung im Zuge der
Entwicklung einer analogisch-metaphorischen
Methodik. (hierzu
weitergehend: III. 2 und 3)
In dieser weitergehenden Motivation zu
der besonderen Form liegt auch die Differenz zu anderen Bemühungen um
analogische Formen. Auch die verschiedenen bisherigen Einrichtungen in
NRW z.B. bemühen sich seit einigen Jahren um interdisziplinäre
Strukturen. Der Medienbereich der Fachhochschule Düsseldorf etwa
präsentiert sich mit den Worten:
»Interdisziplinär, multimedial und projektorientiert - so präsentiert sich der Fachbereich Medien seit Dezember 2000«.
dann
aber heißt es weiter: Unsere Absolventen sind optimal auf den Markt
vorbereitet. In interdisziplinären Projekten (...) werden die
Studierenden bereits frühzeitig mit den (...) Anforderungen der
potenziellen Arbeitgeber vertraut gemacht.
Hier zeigt sich, daß das
analogische, interdisziplinäre Prinzip zunächst nur zur
kurzfristig-utilitären Zwecken eingesetzt wird. Selbst die KHM in Köln
hat, etwa durch die Nähe der Sender oder andere Faktoren, hat sich,
unter Verlust seiner zunächst hohen, übergreifend-künstlerischer
Ambition, dahingehend entwickelt.
Darüberhinaus scheint es uns
für »alteingesessene« Institutionen ein zwar nich Unmögliches, aber
schwieriges Unterfangen, über lange Zeiten tiefgeprägte
hypotaktisch-hierarchische Strukturen und Mentalitäten in eine wirklich
transdisziplinäre Charakteriestik zu überführen. Bei der Neugründung
des onomato kepos besteht die Möglichkeit, von Beginn an, vor allem
durch die Auswahl der Künstler-Persönlichkeiten, der
räumlichen-technischen Gegebenheiten und der denkerischen Begleitung,
die Formen und Vorgehensweisen nach einem analogisch-metaphorischen
Prinzip auszuprägen. Durchaus kann ein von Beginn an mit diesem Bedacht
ausgeprägert Ort als Experimentier- und Forschungsstätte für die
etablierten Institute gelten und entsprechend auch ein Transfer von
Erfahrungen und Strukturelementen als mögliche Routine eingerichtet
werden.
Es kann uns nicht darum gehen lediglich eine weitere Stätte
zur Vorbereitung des beruflichen Werdegangs in der Medienlandschaft zu
schaffen. Wir wollen die bedeutenden Künstlerinnen und Künstler in
dieser Stadt einladen und versammeln, um die adäquate Form einer Schule
mit Schwerpunkt auf den Zeitkünsten in Beziehung zu den bildenden
Künsten nach dem Charakter und Klima einer Künstlergruppe auszuprägen.Den eigentlichen Sinn aber für die Gründung
eines Hauses der Zeit- und bildenden Künste in der Verbindung zur
Literatur, Sprache und Philosophie, sehen wir in einem essentiellen
Bedarf der im Zusammenhang bis an die Grundfragen der menschlichen -
und in diesem Falle zunächst auch städtischen Kultur - heranreicht.
Hier
liegt unser Bewegrund zu der besonderen Form. Polemisch wollen wir
sagen: Die Arbeit mit den Medien in einer Kunstform der Verflechtung
mit den Motiven aller Künste ist uns Vehikel für die Erprobung und
Entwicklung eines ganz anderen Charakters der Arbeit und der
Wertschöpfung.
Ein Ort, zumindest ein Ort in der Stadt soll
entstehen der - möglicherweise beispielgebend und - warum nicht? -
ermutigend auch über die Stadt hinaus - diesen besonderen Charakter in
einem zunächst zweckfreien Raum erproben kann; es ist dies auch zuletzt
ein Experiment einer nicht-kanonischen offenen Sinngebung im Zuge der
Entwicklung einer analogisch-metaphorischen
Methodik. (hierzu
weitergehend: III. 2 und 3)
In dieser weitergehenden Motivation zu
der besonderen Form liegt auch die Differenz zu anderen Bemühungen um
analogische Formen. Auch die verschiedenen bisherigen Einrichtungen in
NRW z.B. bemühen sich seit einigen Jahren um interdisziplinäre
Strukturen. Der Medienbereich der Fachhochschule Düsseldorf etwa
präsentiert sich mit den Worten:
»Interdisziplinär, multimedial und projektorientiert - so präsentiert sich der Fachbereich Medien seit Dezember 2000«.
dann
aber heißt es weiter: Unsere Absolventen sind optimal auf den Markt
vorbereitet. In interdisziplinären Projekten (...) werden die
Studierenden bereits frühzeitig mit den (...) Anforderungen der
potenziellen Arbeitgeber vertraut gemacht.
Hier zeigt sich, daß das
analogische, interdisziplinäre Prinzip zunächst nur zur
kurzfristig-utilitären Zwecken eingesetzt wird. Selbst die KHM in Köln
hat, etwa durch die Nähe der Sender oder andere Faktoren, hat sich,
unter Verlust seiner zunächst hohen, übergreifend-künstlerischer
Ambition, dahingehend entwickelt.
Darüberhinaus scheint es uns
für »alteingesessene« Institutionen ein zwar nich Unmögliches, aber
schwieriges Unterfangen, über lange Zeiten tiefgeprägte
hypotaktisch-hierarchische Strukturen und Mentalitäten in eine wirklich
transdisziplinäre Charakteriestik zu überführen. Bei der Neugründung
des onomato kepos besteht die Möglichkeit, von Beginn an, vor allem
durch die Auswahl der Künstler-Persönlichkeiten, der
räumlichen-technischen Gegebenheiten und der denkerischen Begleitung,
die Formen und Vorgehensweisen nach einem analogisch-metaphorischen
Prinzip auszuprägen. Durchaus kann ein von Beginn an mit diesem Bedacht
ausgeprägert Ort als Experimentier- und Forschungsstätte für die
etablierten Institute gelten und entsprechend auch ein Transfer von
Erfahrungen und Strukturelementen als mögliche Routine eingerichtet
werden.
Es kann uns nicht darum gehen lediglich eine weitere Stätte
zur Vorbereitung des beruflichen Werdegangs in der Medienlandschaft zu
schaffen. Wir wollen die bedeutenden Künstlerinnen und Künstler in
dieser Stadt einladen und versammeln, um die adäquate Form einer Schule
mit Schwerpunkt auf den Zeitkünsten in Beziehung zu den bildenden
Künsten nach dem Charakter und Klima einer Künstlergruppe auszuprägen.Den eigentlichen Sinn aber für die Gründung
eines Hauses der Zeit- und bildenden Künste in der Verbindung zur
Literatur, Sprache und Philosophie, sehen wir in einem essentiellen
Bedarf der im Zusammenhang bis an die Grundfragen der menschlichen -
und in diesem Falle zunächst auch städtischen Kultur - heranreicht.
Hier
liegt unser Bewegrund zu der besonderen Form. Polemisch wollen wir
sagen: Die Arbeit mit den Medien in einer Kunstform der Verflechtung
mit den Motiven aller Künste ist uns Vehikel für die Erprobung und
Entwicklung eines ganz anderen Charakters der Arbeit und der
Wertschöpfung.
Ein Ort, zumindest ein Ort in der Stadt soll
entstehen der - möglicherweise beispielgebend und - warum nicht? -
ermutigend auch über die Stadt hinaus - diesen besonderen Charakter in
einem zunächst zweckfreien Raum erproben kann; es ist dies auch zuletzt
ein Experiment einer nicht-kanonischen offenen Sinngebung im Zuge der
Entwicklung einer analogisch-metaphorischen
Methodik. (hierzu
weitergehend: III. 2 und 3)
In dieser weitergehenden Motivation zu
der besonderen Form liegt auch die Differenz zu anderen Bemühungen um
analogische Formen. Auch die verschiedenen bisherigen Einrichtungen in
NRW z.B. bemühen sich seit einigen Jahren um interdisziplinäre
Strukturen. Der Medienbereich der Fachhochschule Düsseldorf etwa
präsentiert sich mit den Worten:
»Interdisziplinär, multimedial und projektorientiert - so präsentiert sich der Fachbereich Medien seit Dezember 2000«.
dann
aber heißt es weiter: Unsere Absolventen sind optimal auf den Markt
vorbereitet. In interdisziplinären Projekten (...) werden die
Studierenden bereits frühzeitig mit den (...) Anforderungen der
potenziellen Arbeitgeber vertraut gemacht.
Hier zeigt sich, daß das
analogische, interdisziplinäre Prinzip zunächst nur zur
kurzfristig-utilitären Zwecken eingesetzt wird. Selbst die KHM in Köln
hat, etwa durch die Nähe der Sender oder andere Faktoren, hat sich,
unter Verlust seiner zunächst hohen, übergreifend-künstlerischer
Ambition, dahingehend entwickelt.
Darüberhinaus scheint es uns
für »alteingesessene« Institutionen ein zwar nich Unmögliches, aber
schwieriges Unterfangen, über lange Zeiten tiefgeprägte
hypotaktisch-hierarchische Strukturen und Mentalitäten in eine wirklich
transdisziplinäre Charakteriestik zu überführen. Bei der Neugründung
des onomato kepos besteht die Möglichkeit, von Beginn an, vor allem
durch die Auswahl der Künstler-Persönlichkeiten, der
räumlichen-technischen Gegebenheiten und der denkerischen Begleitung,
die Formen und Vorgehensweisen nach einem analogisch-metaphorischen
Prinzip auszuprägen. Durchaus kann ein von Beginn an mit diesem Bedacht
ausgeprägert Ort als Experimentier- und Forschungsstätte für die
etablierten Institute gelten und entsprechend auch ein Transfer von
Erfahrungen und Strukturelementen als mögliche Routine eingerichtet
werden.
Es kann uns nicht darum gehen lediglich eine weitere Stätte
zur Vorbereitung des beruflichen Werdegangs in der Medienlandschaft zu
schaffen. Wir wollen die bedeutenden Künstlerinnen und Künstler in
dieser Stadt einladen und versammeln, um die adäquate Form einer Schule
mit Schwerpunkt auf den Zeitkünsten in Beziehung zu den bildenden
Künsten nach dem Charakter und Klima einer Künstlergruppe auszuprägen.
