VORWORT
Mit der Gründung eines Künstler- und Medien-Hauses in Düsseldorf mit dem Schwerpunkt auf den Zeitkünsten wollen wir zunächst einen dringenden praktischen Bedarf erfüllen. Darüberhinaus aber streben wir
eine beispielgebende Form an. Der integrale Charakter der Einrichtung
intendiert:
- die grundlegende Ausprägung Genre-übergreifender Zusammenarbeit
-
die Kultivierung und Ausformung von weitgehenden Bezugsmöglichkeiten zwischen alten und neuen Medien,
Literatur, Poesie und Philosophie.
- und ein laterales Lernen im Kontext der individuellen Entwicklung von Lehrenden und Studierenden.
- Die Entwicklung einer Methodik zur analogisch-metaphorischen Bezugnahme
- Ausprägung einer Erinnerungskunst (offenes Archiv)
Wir sprechen von einem »Organismus des Lernens«?
Mit
dem Begriff des »kepos« wollen wir für diese besondere Form zugleich
einen neuen Gattungsbegriff begründen und den Charakter und die
Entwicklung überregional kommunizieren.
Wir knüpfen mit dieser
Weiterführung an schon erprobte Formen des onomato Künstlervereins an.
Zugleich sehen wir die Chance, die verstreuten Kräfte und Einrichtungen
der Stadt in diesem Haus oder Komplex zusammenzuführen.
Als
Vorgehensweise bietet sich an, in einem ersten Schritt, im Zuge der für
das Jahr 2008 angestrebten städtischen Institutionalisierung des
onomato, Grundelemente der ambitionierten Form weitergehend zu
erproben, für Entscheider und Unterstützer zu evaluieren und
erfahrbarer zu machen und die entsprechenden Künstler- und
Lehrpersönlichkeiten für eine Teilnahme zu interessieren. Ein Beirat
als personelle Vorstufe zu dem späteren Beirat des Hauses sollte diese
Zeit der Eprobung und Evaluierung begleiten. Mittelfristig wird eine
staatlich Anerkennung als Kunsthoschschule angestrebt.
