Veranstaltungskalender

Sofern nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Vereinsräumen an der Birken­straße 97 in Düsseldorf-Flingern statt.
 

Montagsgespräch

Alle 14 Tage um 19 Uhr

Alle Termine im zweiten Halbjahr:

  • 17. und 31. Juli
  • 14. und 28. August
  • 11. und 25. September
  • 08. und 23. Oktober
  • 06. und 20. November
  • 04. und 18. Dezember

onomato - ausstellung

mono

19.11. - 30.11.2017
Vernissage am 18.11.2017

Die Ausstellung zeigt im Rahmen der digitale düsseldorf sechs künstlerische Einzelpositionen: Installation, Malerei, Zeichnung, Animation, Musik. Die Arbeiten sind in ihrer Subjektivität weder durch funktionale Technik noch durch kollektives Miteinander gesichert. Sie sind fragil. Sie spiegeln die Entwicklungsstufen der Technologie und in Reichweite der Armlänge zeigen sie diese als Reflexion auf den Wänden und im Raum: LOW TECH.

Beteiligte Künstler: Stefan Ettlinger, Christoph Korn, Norbert Kraus, miu, Elisabeth Mühlen, Thomas Seidel
 

 

Stefan Ettlinger
1958 geboren in Nürnberg
1980-88 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Alfonso Hüppi. Lebt und arbeitet hauptsächlich in Düsseldorf mit Malerei, Musik, Video, Performance.

Low Tech: Ohne Beipackzettel, ohne Gebrauchsanweisung. (das ist gut für die Augen Bilder die zum Sehen taugen) Da fällt mir noch der Papp-Computer ein, den wir im Mathe-Unterricht in den 70erjahren bauen mussten, mit Schiebereglern und einer Kugel, die dann durch Bahnen zum richtigen Ausgang gerollt ist.
Rechnen mit digitalem Code. Mein Vater hatte die Idee, die Konstruktion aus einer Styroporscheibe zu sägen, das hat mir einiges an Falzerei erspart. Später habe ich dann gemalt, einfach mit Pinseln.

 

Christoph Korn
Audio –und Medienkünstler
Christoph Korns Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Audio und Medienkunst. Für deren Realisierung nutzt er unterschiedliche künstlerische Ausdrucksmittel: WEB basierte Arbeiten, Film, Installation, konzeptuelle Realisierungen, Hörspiel und Komposition. Wesentlich gemeinsam ist diesen Arbeiten das Interesse für die minonitären oder schwachen Merkmale. Die künstlerischen Werke basieren in den letzten Jahren zunehmend auf Versuchen des Maskierens, Löschens oder Entziehens. Mitunter realisieren die Arbeiten sich in Formen von großer Dauer.
Christoph Korn erstellt 2 field recordings am gleichen Ort, jedoch zu 2 unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Aufnahmen werden jeweils realisiert mit einer Uher 4000 Report-L Tonbandmaschine.
Ausgestellt werden die beiden Tonbandspulen, die den Klang des Ortes zu den 2 unterschiedlichen Zeitpunkten bezeugen.
 

Norbert Kraus
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler von Erwin Heerich.
Lebt und arbeitet, freischaffend in Düsseldorf

Ein Wassertropfen fällt in einen Grottensee: Eine Erinnerung – 5 Minuten Echtzeit – Bildzeit.


  

miu
geboren 1976 in Japan, arbeitet als Konzeptkünstler, Komponist und Performer. Studium der Sonologie und elektronischen Musik am Kunitachi College of Music (Tokyo) und am Koninklijk Conservatorium (Den Haag). Seit 2001 tätig als freischaffender Künstler. Nach Stationen in Den Haag, London, Bochum und Ulm lebt und arbeitet er seit drei Jahren in Düsseldorf.
Difference Machine or (Windkanalpatienten)
In der Klanginstallation des japanischen Konzeptkünstlers, der seit 1998 in Europa lebt, dessen installative Arbeiten durch verschiedene interkulturelle Erfahrungen geprägt sind, drehen sich zwei sich bewegende Wesen links und rechts parallelweise. Es scheint eine doppeldeutige Fragestellung zu sein. Oder es ist vielleicht nur schwarzer Humor japanischer Art, der sich zwischen Realität, Fiktion und Erscheinung bewegt.
 

Elisabeth Mühlen
Geboren 1959, Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Erwin Heerich, Walter Biemel und Walter Jürgen Hofmann.
Lebt und arbeitet freiberuflich in Düsseldorf

.. was ich von neuerer Technologie kenne, biege ich in meine Malerei und Zeichnung hinein...
 

 

Thomas Seidel
Soundkünstler, lebt in Viersen, hat u.a. Musikwissenschaft/Akustik und Philosophie studiert und komponiert vor allem Stücke in der Tradition der Musique Concrète und elektroakustischen Musik, gelegentlich in Kombination mit Bildfolgen.
Zum Thema Lowtech ist ein Programm zusammengestellt aus zwei eher rhythmischen Musikstücken für Lautsprecherinstallation, eines aus dem Jahr 1997 mittels Synthesizer-Emulation, eines aus 2010 mittels Samplemontage und als drittes eine Skizze über Klirrobjekte im Stile einer alten Musique Concrète.

Die forcierte Entwicklung der Technik beschleunigt das Geschwindigkeitsgefühl für das eigene Leben sowie das kollektive Gedächtnis in immer kürzeren Zyklen. Das Aufheben von analogen Techniken in digitalen Apparaturen ermöglicht es auch hier noch "analog" zu arbeiten und eine künstlerische Konstanz zu finden und zu hören.

 

18.11.  19 Uhr: Vernissage
Einführung: Norbert Kraus

Öffnungszeiten: Sa. und So. 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung: fenster@onomato-verein.de

Werkgespräch mit Martin Rosswog

Freitag, 15.12.2017  20 Uhr

Martin Rosswog wurde 1950 in Bergisch Gladbach geboren. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf freie Kunst und machte seinen Meisterschüler bei Prof. Bernd Becher. Seitdem arbeitet er als freier Fotograf, Buchautor und Dokumentarfilmer. Er lebt zurückgezogen im Bergischen Land und bereist von dort aus die Grenzen Europas um einfache Menschen, ihre Innen- und Außenräume für die Nachwelt aufzuzeichnen. Am Kunstmarkt vorbei erschienen zahlreiche Publikationen und er stellte die Ergebnisse seiner beeindruckenden Recherchen im In- und Ausland aus. Inzwischen sind Konvolute seiner Werke in Sammlungen und Museen vertreten. Wir freuen uns sehr diesen Ausnahmekünstler zu Gast haben zu dürfen.

martin-rosswog.de

Durch die Lappen - Konkrete und abstrakte Zeit

Bild-Vortrag von Dr. Lorenz Wilkens, Berlin

Freitag, 01.12.2017  20 Uhr

Was denke ich, wenn ich über das Wort ZEIT sinniere? Ich denke eine Ausdehnung, nicht aber eine lineare Bewegung. Die Ausdehnung hat mit dem Atem zu tun. Oder soll ich lieber sagen: Sie ist eine Konnotation des Atems. Denn die Brust hebt sich, wenn ich einatme. Die Ausdehnung, die ich denke, wenn ich die ZEIT denke, ist die einer unendlichen Brust. So zeigt sich, dass ich die Zeit ohne den Raum nicht denke.

Von Erfahrungen wie dieser geht das aus, was wir die gelebte, die konkrete Zeit nennen können. Ihr steht die abstrakte Zeit gegenüber, der unser wirtschaftliches und technisches Handeln unterworfen ist..

Wir werden uns mit den Konflikten zwischen der konkreten und abstrakten Zeit zu beschäftigen haben.

onomato - ausstellung

Maryam Iranpanah

12.01. - 21.01.2018
Eröffnung mit Werkgespräch am 12.01.2018

Die Geschichte begann beim Passieren des dunklen Korridors. Ich schwebte in dem schwarzen Rauch. Ich schwebte in Richtung eines Lichtes aus Rauch. Ich erreichte das Ende. Ich tauchte in den weißen Dunst hinein, der mich in sich auflöste. Spiel und Einsamkeit nahmen ab jetzt ihren Lauf. Ich lachte, schrie, lachte und mir fielen dabei die Tränen. Ich fing an zu tanzen und ließ meinem Lachen freien Lauf. Ich lachte über meine Glatze, meine Ohrringe, die Goldmünzen und über das Stehenbleiben der Uhr. Ich tanzte mit einem wilden Pferd, mit deinem Musikinstrument. Ich lachte über die Engel. Ich weinte für den Ritter, ich lachte, mir fielen die Tränen, ich schrie. Ja das tat ich. Ich schrie mit zugenähtem Mund.
Ja! ich bin von meinem Stamm ferngeblieben.

www.maryamiranpanah.com

Freitag, 12.01.  19 Uhr: Eröffnung und Werkgespräch, Kuratierung: Terry Buchholz

Öffnungszeiten: Sa. und So. 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung: fenster@onomato-verein.de

Wasserfrauen

Lesung mit Florence Hervé

Donnerstag, 15.03.2018  20 Uhr

Wasser ist Quelle des Lebens, Grundlage menschlicher Entwicklung. Es ist Ort der Arbeit oder Kunst, der Erholung und der Freizeit, der Auseinandersetzungen und der Utopien. Frauen werden in unterschiedlichen Wasserlandschaften vorgestellt, deren Arbeit mit dem Wasser verbunden ist, die sich vom Wasser inspirieren lassen, und die Wasser als Abenteuer oder Herausforderung erleben.. Florence Hervé hat über 20 Frauen aus zehn europäischen Ländern aufgespürt und ihre Geschichten in ihrem Buch aufgeschrieben. Lesung der Autorin mit Fotografien von Thomas A. Schmidt und Musikeinspielungen.

 

onomato - ausstellung

MärchenWelt

Frühjahr 2018

Eine Ausstellung der Malgruppe aus dem AWO Seniorenzentrum Ernst-Gnoß-Haus in Düsseldorf mit Elisabeth Luchesi.

Ausgehend von Tier- und Märchenfiguren sind individuelle Bilderfolgen entstanden. Darüberhinaus hat sich - im Austausch von Geschichten und Bildern, im Wechsel von Zuhören und Malen - ein neuer Erzähl-Raum gebildet.

So sind auch einige Bilder buchstäblich aus sich herausgetreten und schweben als Mobiles leicht bewegt im Raum

Die Präsentation MärchenWelt lädt zum Schauen und Lauschen ein.

Zur Eröffnung: Eine Märchen-Lesung der Brüder Grimm (Sprecher: Axel Grube, onomato hörbücher)

Öffnungszeiten: Sa. und So. 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung: fenster@onomato-verein.de

 

Logo: Kulturamt DüsseldorfEine Veranstaltung in Zu­sammenar­beit mit dem Kultur­amt der Landes­haupt­stadt Düssel­dorf

Werkgespräch mit Karl Hans Müller

im Frühjahr 2018

"Das Einzige, was ein Kunstwerk kann, ist Sehnsucht wecken nach einem anderen Zustand der Welt. Und diese Sehnsucht ist revolutionär." (J. Genet)