2011: bisherige Veranstaltungen
Ein Stein ZeitMittwoch, 12.01.2011 20 Uhr
Johannes Stüttgen zum Zeit- und Geschichtsbegriff bei Joseph
Beuys Eine zentrale Frage begleitet die Beuys-Rezeption von jeher: "Worin besteht - wenn überhaupt - der Zusammenhang zwischen seinen künstlerischen Arbeiten und seinen politischen Aktionen?" Sie ist entweder abgewiesen, gar nicht oder nur schematisch beantwortet worden. Johannes Stüttgen hat aus guten Gründen stets auf dem angesprochenen Zusammenhang beharrt. Er erläutert ihn, indem er dem Zeitbegriff von Beuys nachgeht, dem Unterschied zwischen "gegebener und gestalteter Zeit", der Zeit begriffen als plastischem Potential, das der Mensch sowohl mittels seiner Fähigkeit des Denkens als auch seiner Fähigkeit zur Imagination und nicht zuletzt durch sein politisches Handeln gestaltend ergreifen kann. Was meinen die Beuysschen Begriffe "Überzeit", "Gegenbild", "Gegenraum"? Stüttgen erschließt ihre Bedeutung gleichermaßen an Beispielen der sog. Kunstproduktion, an den Denkentwürfen und den kollektiven Großprojekten von Joseph Beuys. |
LONG LIVE THE PEOPLE OF THE REVOLUTIONFreitag, 21.01.2011 20 Uhr
Buch & Regie: Jürgen Heiter Filmvorführung in Anwesenheit des Regisseurs. Was wäre, wenn man nicht dem Text weiteren Text hinzufügte, sondern der Wirklichkeit? Und was wäre weiter, wenn man der Wirklichkeit nicht Text hinzufügte, sondern Wirklichkeit? - Charles Peguy Ein Film über die Utopie und was von ihr übrig bleibt, auf der Suche nach ihren Resten. Einige von ihnen werden allein Asche sein, andere Glut. Der Film ist heterogen konzipiert, als loses Gewebe, als Vielgestalt an Möglichkeiten: Der dramaturgische Verlauf folgt nicht der Idee Information an Information. Vielmehr geht es um einen dokumentarischen Raum, der sich für die Fiktion öffnet, hin zu einem Diskurs, einer Bewegung veränderungswärts.
Denn es gibt doch einen Unterschied zwischen dem
Dokumentarischem und der Fiktion: Nämlich den, keinen
Unterschied mehr zu machen. So ist der Film selbst so ein
Stück: Utopie. |
Werkgespräch: Inken BojeFreitag, 18.02.2011 20 Uhr
Ein Zwiegespräch mit sich und der Kunst: Inken Bojes
Fotoprojekt "In guter Gesellschaft" |
Peter DoigDienstag, 22.02.2011 20 Uhr
Lichtbildvortrag von Jens Stittgen |
Human Condition - Animations & Videos from The NetherlandsSamstag, 05.03.2011 20 Uhr
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Wir möchten Sie herzlich einladen zu insgesamt 10 Veranstaltungen, die der onomato künstlerverein im Rahmen der Jüdischen Kulturtage in NRW 2011 ausrichtet. Die Jüdischen Kulturtage in NRW 2011 sind ein gemeinsames Projekt der beteiligten 52 Städte - von denen 25 Mitveranstalter sind -, der drei Landesverbände der Jüdischen Gemeinden in NRW, der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, des NRW KULTURsekretariats Wuppertal und des Kultursekretariats NRW Gütersloh. Vom 20. März bis zum 17. April 2011 finden mehr als 500 Veranstaltungen in den Bereichen Bildende Kunst/Ausstellungen, Film, Literatur, Musik und Tanz/Theater statt, einschließlich der vielfältigen Begegnungsprojekte aus den Jüdischen Gemeinden.
Nähere Informationen und das gesamte Programm der
Jüdischen Kulturtage in NRW 2011 finden Sie auf der
Webeite: |
Ausstellung: Lyrical Correctness
24.03. - 30.04.2011
Die fiftyfifty Galerie in Düsseldorf wurde als Ausstellungsort gewählt, weil hier die Arbeit mit und für Obdachlose Hauptanliegen ist. Die Ausstellung wird kuratiert von der Düsseldorfer Künstlerin Katharina Mayer. Die Künstler werden zur Eröffnung der Ausstellung anwesend sein. Am 3. April können Sie im Kino im Filmmuseum "Black Box" Kurzfilme von fünf teilnehmenden Künstlern sehen. Begleitend zu dieser Ausstellung erscheint im onomato verlag ein Schuber mit zehn signierten Künstlerbüchern der beteiligten Künstler (Edition RADIX). |
Crossing Boundaries
Freitag, 25.03.2011 19
Uhr
Die Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Haifa/Israel wurde offiziell im Jahre 1988 besiegelt. Der Kulturaustausch war von Anbeginn eine der tragenden Säulen der Beziehungen. Das internationale Austauschprogramm mit dem Künstlerdorf Ein Hod gehört ebenso dazu wie die Kommunikation unter Universitäten und Kommunalverwaltungen. Professor Micha Kirshner wird an diesem Abend über die Studieninhalte und Schwerpunkte der Nery Bloomfield School of Design in Haifa berichten. Nach diesem Statement werden Professor Dr. Mischa Kuball (Medienhochschule in Köln), Professor Dr. Reiner Nachtwey (Fachhochschule Düsseldorf) mit den israelischen Künstlern Avraham Eilat, Dafna Shalom, Deganit Berest und Joseph Dadoune über Strukturen und Arbeitsbedingungen in der Kunstwelt diskutieren. |
Adi Nes im Gespräch mit Avraham EilatSamstag, 26.03.2011 20 Uhr
Avraham Eilat lebt und arbeitet in Haifa und Tel Aviv. Er war der Begründer der ersten israelischen Photo Biennale. Die surrealen Elemente seiner künstlerischen Arbeit setzen sich in verschiedenen Medien wie Fotografie, Video, Malerei und Zeichnung durch. |
Zu den Quellen einer Verantwortungsethik bei Hans Jonas. Erinnerung an einen jüdischen Philosophen aus RheydtDienstag, 29.03.2011 20 Uhr
Ermutigt von einer poetischen Form der Philosophie bei Plato, erzählt Hans Jonas in "Der Gottesbegriff nach Auschwitz" in einem "selbsterdachten Mythos" von einem "werdenden Gott". Machtlos und ohne Ziel, aber begabt mit einem kosmogonischen Eros der Entwicklung ist das göttliche Sein der Verantwortung des Menschen überlassen. Er greift damit ältere Ideen der lurianischen Kabbala von der Kontraktion Gottes (Zimzum) auf und stellt die Verantwortung des Menschen so besonders heraus. Der Vortrag nimmt Bezug auf drei Reden von Jonas ("Wissenschaft als persönliches Erlebnis"). |
"Ich muss in die Weite, so weit es geht."
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Kunstfilme im Kontext der Ausstellung "Lyrical Correctness"
Sonntag, 03.04.2011 20 Uhr,
Eintritt: 6,50/4,50 Euro
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Walter Benjamins Interpretation des "Angelus Novus" von Paul KleeFreitag, 08.04.2011 20 Uhr
Auf die tiefwurzelnde Verbindung des bekannten deutsch-jüdischen Denkers Walter Benjamin mit unterschiedlichen Formen der jüdischen Mystik hat nicht zuletzt dessen Freund Sholem mehrfach hingewiesen. Einige bedeutsame Aspekte des Benjamin'schen Mystikverständnisses spiegeln sich in der Interpretation eines Bildes von Paul Klee, "Angelus Novus", die Benjamin kurz vor seinem Tod im Jahre 1940 verfasst hat: "Über den Begriff der Geschichte". In der Veranstaltung soll der eigentümlich kabbalistisch-messianischen Bedeutung dieses Textes nachgegangen werden, indem wir sie mit dem Bildaufbau und dem Bildverständnis bei Paul Klee (insbes. in Bezug auf das Bild Angelus Novus, 1921) vergleichen. Das "Gespräch" zwischen Paul Klee und Walter Benjamin ist bemerkenswert, weil es zeigt, dass seit dieser Zeit ein Konsens etwa über die Bedeutung des Messianischen nicht zuerst sozusagen vom jeweiligen "Lehramt" gefunden wird, sondern in einer persönlichen und schöpferischen Auseinandersetzung einzelner. Insofern haben wir heute mehrheitlich - wie Nietzsche schon früh voraussagte - zu solchen Fragen einen artistischen Zugang. |
Abraham aus islamischer Sicht. Ein Beitrag zur abrahamitischen ÖkumeneSamstag, 09.04.2011 20 Uhr
Gewöhnlich werden Judentum, Christentum und Islam als "abrahamitische" Religionen bezeichnet, da sie darin übereinkommen, sich auf Abraham als Stammvater zu berufen. Solche Gemeinsamkeit liefert, so kann man sich denken, zwischen diesen Religionen den Ansatz eines Trialogs, der sich besonders hierzulande aus mehreren Gründen aktuell aufdrängt. Die Referentin beleuchtet diesbezüglich islamische (vor allem sufische) Perspektiven auf den Patriarchen, die in ihm "die Urverbindung, die Urreligion" eines jeden wahrhaft Gläubigen mit dem einzigeinen Gott verbürgt sehen. Für viele sicher überraschend, eröffnet sich in den von Dr. Reintjens-Anwari zitierten Texten aus Koran und Sufitum eine lange Tradition einer interreligiösen Annäherung von Juden, Christen und Muslimen als die eine Gemeinde im Haus des Abraham. |
Halacha - Leben in Düsseldorf
05.-24.04.2011, Eintritt frei
2010 wurde unter Leitung der Künstlerin Katharina Mayer ein
Projekt ins Leben gerufen, das das jüdische Leben in Düsseldorf
fotografisch umsetzen möchte. Der Titel Halacha stammt aus dem
Hebräischen und bedeutet: Wohin soll es gehen und wie soll es
sein? Ein Wegweiser also, aber auch ein Wegbegleiter. Die
Halacha umfasst die Gebote und Verbote der mündlichen und
schriftlichen Überlieferung. Im Laufe ihrer Geschichte war sie
stetem Wandel unterworfen. Diese Vielschichtigkeit kennzeichnet
auch die thematischen Zugänge der ausgestellten Fotografien von
Anselm Faust, Richard Isselhorst, Eva Lindner, Thomas
Rüsenberg, Roland Schmeiss, Hubert Schober, Birgitta Thaysen,
Armin Thiemer und Erika Wecker sowie Insook Ju und Sukyun
Yang. |
In der Reihe: Kafkas Bibliothek - Der Prager Kreis und die Frage nach dem freien Willen
Freitag, 15.04.2011 19:30
Uhr
Auf verschiedene Art und Weise waren die Freunde des engeren
Prager Kreises mit der alten Frage nach der Willensfreiheit des
Menschen befasst. Felix Weltsch mit seinem frühen
philosophischen Werk "Gnade und Freiheit", Max Brod mit vielen
literarischen Bezügen zum "Problem Nummer Eins" - und Franz
Kafka mit der hohen Kunst der Aporie. |
Filmreihe "Kindheit": "The Kid"Mittwoch, 11.05.2011 20 Uhr - Eintritt frei USA 1921, R.: Charles Chaplin, S.: Charles Chaplin, Jackie Coogan
Die onomato-Filmreihe 2011 zum Thema "Kindheit" könnte keinen schöneren Auftakt bieten als diesen Stummfilmklassiker des großen Chaplin. In seinem ersten Langfilm glückte Chaplin nicht nur der so anmutige Brückenschlag zwischen Slapstick, Poesie und Sentiment, er trägt auch - wie manch anderes Meisterwerk dieser Reihe - Spuren der eigenen Kindheit seines Autors. Chaplin ist mit dieser Geschichte eines ausgesetzten Babys, dessen sich der "Tramp" annimmt, ein bewegendes soziales Melodram gelungen, seine erste Synthese der Gegensätze, die späterhin charakteristisch für sein Gesamtwerk werden wird und die, wie er im Vorspann schreibt, für viel Lachen und "nur für eine Träne sorgt." Die onomato-Filmreihe 2011 wird kuratiert und mit Einführungen versehen von Frauke Tomczak |
Buttermilchprojektionen I: shooting from the waistFreitag, 13.05.2011 ab 22 Uhr - Eintritt frei
Erdbeer-Bowle und Kurzfilme von |
Filmreihe 2011 "Kindheit": "Fahrraddiebe"Mittwoch, 08.06.2011 20 Uhr Italien 1948, Regie: Vittorio de SicaItalien 1948, Regie: Vittorio de Sica
Vittorio de Sica zeigt uns ein Meisterwerk des italienischen Neorealismus: Bruno, der etwa achtjährige Sohn von Antonio Ricci begleitet seinen Vater bei der verzweifelten Suche nach dem Dieb, der ihm mit seinem Fahrrad das zentrale Produktionsmittel für eine der raren Arbeitsstellen im Nachkriegsitalien gestohlen hat. An diesem Fahrrad hängt das Wohl und Wehe der kleinen Familie Antonios. Ein Fahrrad wird auch zum Herzstück der moralischen Demontage des Vaters vor den Augen des Sohnes - einer Demontage, verursacht durch die Not der Verzweifelung, flankiert von einer nachfaschistischen Gesellschaft, in der das blanke Eigeninteresse triumphiert. Die onomato-Filmreihe 2011 wird kuratiert und in Einführungen kommentiert von Frauke Tomczak |
Faszination Wüste - Buchvorstellung: Frauen der WüsteDonnerstag, 30.06.2011 20 Uhr - Eintritt frei
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Filmreihe 2011 "Kindheit": "Sie küssten und sie schlugen ihn"Dienstag, 12.07.2011 20 Uhr - Eintritt frei Frankreich 1959, Regie: Francois Truffaut Kuratiert und in Einführungen kommentiert von Frauke Tomczak.
Dieser erste Langfilm Truffauts gilt als Auftakt der "Nouvelle Vague". Ausgerechnet ein Kindheitsdrama, genauer gesagt ein Drama der Nachkriegskindheit, steht am Anfang der rebellischen Bewegung des französischen Kinos, die fordert, authentische Geschichten authentisch zu erzählen. Truffaut erzählt die Geschichte des 12jährigen Antoine Doinel. Sie trägt autobiografische Züge. Wie ist es möglich, dass aus Antoines vergleichsweise kleinen Verfehlungen in der Schule eine Verkettung von Ereignissen entsteht, die zu seinem kompletten Ausschluss führt? Aus der Schule, aus der Familie, weg von seinem Freund. In der Art wie Truffaut diese Geschichte erzählt, wird die vielbeschworene Gewalt der Verhältnisse am Beispiel Antoine Doinel konkret. |
Filmreihe 2011 "Kindheit": ZazieDienstag, 26.07.2011 20 Uhr Frankreich 1960, Regie: Louis Malle Kuratiert und in Einführungen kommentiert von Frauke Tomczak.
Zazie schlägt aus dem Thema Kindheit das anarchische Feuerwerk tumultarischen Durcheinanders. Weil ihre Mutter ein Liebesabenteuer in Paris genießen will, gibt sie ihre 10jährige Tochter Zazie für ein Wochenende in die Obhut des wunderbar hilflos agierenden Onkels (Philippe Noiret). Die verwöhnte, "ungezogene" und freche Zazie bringt halb Paris außer Rand und Band. Unter Einsatz des gesammelten, sichtbar gemachten Arsenals filmtechnischer Tricks setzt Louis Malle eine verrückte Filmerzählung in Szene, die das Chaospotential der Kindheit verbindet mit zentralen Konflikten gesellschaftlichen Zusammenlebens. Eine Filmerzählung eigener Art, voll von Witz, irrealen Elementen und überraschenden Wendungen. |
Evanna Ratner: digi-tales from DüsseldorfDonnerstag, 04.08.2011 20 Uhr
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Sommerfest und die Vorab-Besichtigung des onomato BuchladensSamstag, 06.08.2011 ab 14 Uhr
Der neue "Halt" in Flingern: Zum Hören und Kaufen von Hörbüchern, Bestellen von Büchern, Gesprächen zur Literatur... Die Vorab-Besichtigung mit Gucken, Grillen, Getränke, Gespräche. Ein Schwerpunkt des Sortiments liegt bei Hörbüchern und Büchern des onomato Verlags, Künstler-Büchern des Radix Verlags, Büchern und Verlage der Kurt-Wolff-Stiftung für unabhängige Verlage, Kunst- und Kinderbüchern und einer Auswahl aus dem Anitquariat von Christoph Wilde. In der onomato Buchhandlung wird man auch jedes andere Buch bestellen können - in der Regel abholbereit am nächsten Werktag. Veranstaltungen zu Neuerscheinungen und Themen sind ein Hauptanliegen der Gruppe um Christian Consten. Bitte melden Sie sich per Mail an bei buchhandlung@onomato.de, wenn Sie zu Veranstaltungen und Sonderaktionen informiert werden wollen. |
Filmreihe 2011 "Kindheit": Iwans KindheitDienstag, 16.08.2011 20 Uhr SU 1962, R: Andreij Tarkowskij S: Kolja Burljajew (Iwan) Kuratiert und in Einführungen kommentiert von Frauke Tomczak.
Der Film, der Andreij Tarkowskij den Weg zu seiner Weltkarriere öffnete, war ein Film über eine Kindheit, die keine war. Iwan, der zwölfjährige Junge mit den glasklaren Augen, riskiert im 2. Weltkrieg lieber als Späher an der russischen Front gegen die Nazis den Kopf, als in die Nullzone seiner verlorenen Kindheit heimzukehren - denn alle sind tot. Die Bilder, in denen Tarkowskij diese verlorene "Kindheit" zwischen der Ausgesetztheit an der militärischen Front, den Kindheitserinnerungen, besonders an die Mutter, und der Ich-Werdung mitten in der Gewalt des Krieges erzählt, haben zugleich dem Kind Iwan und dem Filmemacher Tarkowskij ein unvergessenes Denkmal mitfühlenden Nachdenkens gesetzt: eine Kindheit in den Zeiten des Krieges ist keine Kindheit. |
Werkgespräch: Gul RamaniMittwoch, 31.08.2011 20 Uhr
Eine Werkschau mit Dokumentarvideos und Animationen von Gul Ramani. Er zeigt eine neue interaktive Arbeit über den österreichischen Maler Johann Hauser (1926-99), der an einer psychischen Krankheit litt und ein ungewöhnliches grafisches Werk hinterlassen hat. Gul Ramani, Meisterschüler von Nam June Paik, transportiert die bildnerische Welt der Art Brut, insbesondere das Werk Johann Hausers, in das heutige Internet-Zeitalter. |
Filmreihe 2011 "Kindheit": Alice in den StädtenMittwwoch, 07.09.2011 20 Uhr D 1974, R: Wim Wenders, S: Rüdiger Vogler (Phil Winter), Yella Rottländer (Alice) Kuratiert und in Einführungen kommentiert von Frauke Tomczak.
Der Film ist ein klassisches "Road-Movie": zwei Verlorene, der Intellektuelle Phil Winter, der mit seiner Amerika-Reportage scheitert und das neunjährige Mädchen Alice, das von der Mutter bei dem Zufallsbekannten Phil zurück gelassen wird, sind zwangsläufig zusammen unterwegs von New York über Amsterdam, Wuppertal, bis ins Ruhrgebiet und weiter. Unterschiedlichste Wirklichkeiten prallen aufeinander. In ruhigen Bildern kombiniert Wenders die Reisegeschichte des ungleichen Gespanns mit kurzen Geschichten, die er über die Städte erzählt. Dieser Kombination und der sensiblen Ausgestaltung des Kindes wegen gilt "Alice in den Städten" vielen als schönster Film von Wim Wenders. |
Andreas Gursky - "Larger than Life"Mittwoch, 28.09.2011 20 Uhr
Mit Bildern, die der natürliche Blick uns so nicht bietet, in scheinbarer technischer Makellosigkeit und seit den 90er Jahren computergestützt, übertrumpft Andreas Gursky das menschliche Auge und betört sein Publikum mit einer Bilderwelt, die antritt, alles einzulösen, was die Moderne je versprochen hat - ist das so? |
Werkgespräch: Mithu Sanyal, Jean-Christophe Ammann, Myriam ThyesFreitag, 07.10.2011 20 Uhr
Die im Verlag Wagenbach erschienene Studie "Vulva" von Mithu Sanyal über den historischen und kulturellen Bedeutungswandel des weiblichen Geschlechts steht im Mittelpunkt dieses Abends. Im Kunstkontext beschäftigen sich Myriam Thyes als bildende Künstlerin und Jean-Christophe Ammann als einflussreicher und umstrittener Kurator mit diesem Thema. Es erscheint eine Edition im onomato Verlag, Reihe RADIX, mit dem Titel "Global Vulva - eine Burleske" - eine Kooperation zwischen Mithu Sanyal und Myriam Thyes. Begrüßung und Moderation: Katharina Mayer |
Benefiz-Kunstverlosung für Ein Hod
Lose auch im onomato künstlerverein erhältlich Das Künstlerdorf Ein Hod wurde 1953 von einer Gruppe um den Dadaisten Marcel Janco gegründet. Seit 25 Jahren besteht zwischen Ein Hod und Düsseldorf ein Künstleraustauschprogramm, das zu einer nachhaltigen Verbindung beider Orte auf persönlicher, künstlerischer und politischer Ebene geführt hat. Bei den verheerenden Bränden im israelischen Karmel-Gebirge im vergangenen Dezember wurde Ein Hod schwer beschädigt. Für den Aufbau der zerstörten Gebäude findet am 9. Oktober um 16 Uhr eine Benefiz-Verlosung statt, für die Düsseldorfer KünstlerInnen Kunstwerke zur Verfügung gestellt haben. Die Verlosung findet in den Räumen der Filmwerkstatt Düsseldorf und des BBK Kunstforums, Birkenstraße 47 statt, zur Einführung spricht Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Es werden nur so viele Lose verkauft, wie Kunstwerke vorhanden sind, d.h. Die Lose gibt es zum Preis von 100 Euro
Dies ist eine Initiative des BBK Kunstforums, des onomato künstlervereins und des Kulturamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf mit freundlicher Unterstützung der Filmwerkstatt Düsseldorf, gesponsort durch Jacques' Weindepot.
Beteiligte Künstler: |
Filmreihe 2011 "Kindheit": GloriaMittwoch, 12.10.2011 20 Uhr USA 1980, R: John Cassavetes, S: Gena Rowlands (Gloria Swenson), John Adames (Phil Dawn) Kuratiert und in Einführungen kommentiert von Frauke Tomczak.
John Cassavetes, der große Filmautor des Independent, des unabhängigen amerikanischen Kinos, erzählt die dramatische Geschichte eines 6jährigen Jungen auf der Flucht vor der Mafia. Seine Familie wurde komplett ausgelöscht. Das Kind bleibt nur deshalb verschont, weil sein Vater, Buchhalter der Mafia, ihn im letzten Moment wegschickt, um ihn und ein Buch mit den zentralen Daten mafiöser Geldströme zu retten. In den Wirren der Geschehnisse gerät der Junge namens Phil ausgerechnet an eine Frau (Gena Rowlands), die Kinder hasst und ihrerseits gerade dabei ist, sich aus dem Dunstkreis der Mafia zu verabschieden. Wie genau, authentisch und punktuell humorvoll Cassavetes die sperrige Notgemeinschaft Phil - Gloria, umgeben von einer ubiquitär erscheinenden mafiösen Gewalt entwickelt, lässt "Gloria" nicht in einer Camouflage des Genres "Gangsterfilm" aufgehen. Der Film erzählt von einer Kindheit im Krieg der Gegenwart. |
Werkgespräch: Regina PlasswilmFreitag, 04.11.2011 20 Uhr
Regina Plaßwilm stellt ihre neue Forschungsarbeit zu Erinnerungspräsentationen zur Zwangsarbeit vor. Die Rekonstruktion der "Erinnerungen an Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg" versteht sich als ein innovativer Beitrag zu einer Oral History der Zeitgeschichte. Regina Plaßwilm führte über fünfzig biografisch-narrative Interviews mit Zeitzeugen in Belarus, Russland, Frankreich und den Niederlanden. In ihrer Studie vertritt sie die These, dass die Erinnerungen der überlebenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im doppelten Sinne aufschlussreich und wichtig sind: Sie korrigieren offizielle Darstellungen durch Einbeziehung der Opferperspektive und ermöglichen darüber hinaus Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen Konventionen und Tabus der öffentlichen Erinnerung, die sich bis in den Diskurs der Opfer eingeschlichen haben. |
Vortrag: Lucio Fontana - Zerstörer des Tafelbilds?Mittwoch, 09.11.2011 20 Uhr
Lucio Fontana (1899 - 1968) ist bekannt für seine durchschnittenen Leinwände. Auf welchem künstlerischen Weg er zu einer solchen radikalen Lösung kommt, was er damit meint und wie radikal sie wirklich ist, das versucht dieser Vortrag von Jens Stittgen aufzuzeigen. |
Filmreihe 2011 "Kindheit": Fanny und AlexanderMittwoch, 23.11.2011 20 Uhr S 1982, R: Ingmar Bergman S: Bertil Guve (Alexander Ekdahl), Pernilla Allwin (Fanny Ekdahl) Kuratiert und in Einführungen kommentiert von Frauke Tomczak.
"Fanny und Alexander" ist auch durch das schockartige Wechselbad des Lebensgefühls von der sinnlichen, goßzügigen und phantasiereichen Lebensart im Hause Ekdahl zu der kargen und kalten Atmosphäre von Überwachen und Strafen im Domizil des neuen Stiefvaters, des puritanischen Bischof Vergerus eine ungewöhnliche Geschichte der Kindheit. Zu einem besonderen Vermächtnis Ingmar Bergmans wird sein letzter großartiger Kinofilm aber als ein ästhetisches Zeichen seines Lebenswerkes: Erst durch die Perspektive seiner Kindheit im alter Ego Alexander gelingt dem 64jährigen Bergman eine gelöste Transformation seiner großen, lebenslangen Thema: die Sehnsucht und der Wunsch nach sinnlicher, erfüllter Lebensfreude - eingespannt zwischen die Pole von Schuld, Unschuld und Sühne, Überwachen und Strafen, Aufbegehren und Kasteiung - bricht sich hier endgültig eine widerständige eigene Bahn. Bergmans letzter Film, sein Kindheitsfilm ist ein erfülltes, sinnliches und befreites Dokument einer ästhetischen Versöhnung! |
Katalogpräsentation: Terry Buchholz und Markus MussinghoffFreitag, 25.11.2011 20 Uhr
Terry Buchholz, Studium der Freien Malerei und Philosophie an der Hochschule der Künste, Berlin und Printmaking / Art of the Book am SUNY PURCHASE College, New York Markus Mussinghoff, Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler von Prof. Erich Reusch Anlässlich der Ausstellung "kein schöner Land in dieser Zeit" in der Domschatzkammer und der Karlskapelle im Dom zu Aachen, entstand ein 100-seitiger Wendekatalog. Terry Buchholz zeigt Kontext-gebundene Interventionen, Objekte, Fotos, Video und Sound. Markus Mussinghoff arbeitet in den Bereichen ortsbezogenen Skulpturen, Video-Performances und Fotografie.Dr. Georg Minkenberg, Leiter der Domschatzkammer Aachen, ist anwesend. Führung durch den Abend durch Dr. Frauke Tomczak. Für Ausstellungsbesucher: Die Ausstellung läuft noch bis zum 11.Dezember 2011 / täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr |
Werkgespräch: Gudrun KemsaFreitag, 09.12.2011 20 Uhr
Fotografie und bewegtes Bild sind in der künstlerischen Sprache von Gudrun Kemsa eng miteinander verwoben. Die Beschäftigung mit dem bewegten Bild und mit fotografischen Arbeiten verläuft häufig synchron. In ihren Arbeiten geschieht ein narratives, sequenzielles, serielles Sehen in Bewegungs- und Handlungsabläufen sowie ein Zusammenschluss von Bild und Ton. Das scheinbar mühelose Wechseln in das jeweils andere Medium und die synergetischen Resultate sind schon seit Anbeginn in ihren Arbeiten angelegt. Gudrun Kemsa studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Karl Bobek und David Rabinowitch und ist seit 2001 Professorin für „Bewegte Bilder und Fotografie“ an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. |

![Joseph Beuys in Achberg 1978 By Rainer Rappmann www.fiu-verlag.com (www.fiu-verlag.com) [GFDL (<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html" class="external free" rel="nofollow">http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html</a>) or CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons Joseph Beuys in Achberg 1978 By Rainer Rappmann www.fiu-verlag.com (www.fiu-verlag.com) [GFDL (<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html" class="external free" rel="nofollow">http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html</a>) or CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons](upload/programm_2011/BeuysAchberg78.jpg)
D 2010 , OmU, 116
Minuten, Farbe, DV mit Transfer auf DigiBeta

Efrat Zehavi
(Israel/Rotterdam) stellt Animations- und Videokunst aus den
Niederlanden vor:
Die Ausstellung Lyrical Correctness zeigt fotografische und
filmische Arbeiten, Zeichnungen und Objekte ausgewählter
Künstler aus Israel und Düsseldorf (Adi Nes, Avraham Eilat,
Dafna Shalom, Deganit Berest, Izik Badash, Joseph Dadoune,
Micha Kirshner, Katharina Mayer, Stephan Pabst, Michael
Strauss). Die Ausstellung entstand im Kontext des
Austauschprojektes Düsseldorf - Ein Hod, das auf eine über
zwanzigjährige Zusammenarbeit zwischen dem Kulturamt Düsseldorf
und dem weltberühmten israelischen Künstlerdorf Ein Hod
zurückblicken kann.
Vortrag und Podiumsdiskussion
mit Prof. Micha Kirshner
Adi Nes ist
1966 in Israel geboren und lebt in Tel Aviv. In seinen
fotografischen Serien treten immer wieder Elemente der
israelischen Identität hervor. Seine Bilder haben ihren
Ursprung in der Mythologie und Kunstgeschichte, was sich
besonders abzeichnet in den Serien: Soldiers, Boys, Prisoners
und Biblical Stories.
Lesung, Vortrag und Gespräch mit Axel Grube
Vortrag von Professor
Dr. Daniel Hoffmann, Lesung und Gespräch.
Im Rahmen der Ausstellung "Lyrical
Correctness" werden an diesem Abend Kurzfilme von fünf
teilnehmenden Künstlern gezeigt:
Lesung,
Bildvortrag und Gespräch mit Dr. Marco A. Sorace und Axel Grube
Vortrag von Dr. Hortense
Reintjens-Anwari und Gespräch
Eröffnung: 05.04.2011,
18 Uhr
Vortrag und Gespräch von und mit Axel Grube und Dr. Marco
Sorace
Florence Hervé und
Thomas A. Schmidt haben Frauen porträtiert, die mit der Wüste
zutiefst verbunden sind, durch ihr Leben und ihre Arbeit, durch
ihre Kunst und ihre Abenteuer. Frauen, die in Oasen, in
Wüstenortschaften oder in Flüchtlingslagern leben. Mit ihnen
bereisen wir den Negev und die Namib, die Atacama und den Salar
de Uyuni, die Mojave, die Sahara und die Gobi.
Die israelische
Medien- und Dokumentarkünstlerin Evanna Ratner präsentiert
digi-tales, die während während ihres Aufenthaltes als
Gastkünstlerin der Stadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit
Düsseldorfer KünstlerInnen entstanden sind. Ausführliche
Informationen zum Medium "digital-storytelling" finden Sie auf
den Seiten des



Lichtbildvortrag von Jens Stittgen



Lichtbildvortrag von Jens Stittgen

