Veranstaltungskalender

Sofern nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Vereinsräumen an der Birken­straße 97 in Düsseldorf-Flingern statt.
 

onomato - das fenster

Schwerkraft der leichten Materialien

02.09. - 11.09.2016
Eröffnung am kunstpunkte-off-raum-abend: 02.09.2016

Alles mit Masse übt eine Schwerkraft auf alles andere mit Masse aus. Das gilt nicht nur für Himmelskörper. Künstlerinnen und Künstler zeigen in ihren Arbeiten unter anderem die materialeigene Ästhetik und setzen sich thematisch mit den sozialen, Gegebenheiten – aktuell oder historisch – die weltweit in der Textil- und Papierindustrie herrsch(t)en, auseinander.

Mit Arbeiten von: Mirela Anura, Andrea Dietrich, Daniela Flöhrsheim, Bernard Langerock, Elisabeth Luchesi, Andrea Mohr, Nicole Morello, Bertolt Mohr, Ulrike Zilly.

Fr. 02.09.  19 Uhr: Eröffnung
Klangperformance „Kontrapunkt 1-3“ Bertolt Mohr

Öffnungszeiten: Samstag, 02.09.: 14-20
und So. 12-18 Uhr
und nach Vereinbarung: fenster@onomato-verein.de

Logo: Kulturamt Düsseldorf Eine Veranstaltung in Zu­sammenar­beit mit dem Kultur­amt der Landes­haupt­stadt Düssel­dorf

Hören, was man nicht sieht. Sehen, was man nicht hört

Michael Rüsenberg und Peter Hölscher

Dienstag, 13.09.2016  20 Uhr

Michael Rüsenberg (Ton) und Peter Hölscher (Bild) zeigen drei ihrer „Videos“. Der Begriff steht in Anführungszeichen, weil es sich bei ihren Arbeiten zwar um bewegte Bilder, nicht aber um solche mit 24 oder mehr frames pro Sekunde handelt.

Hölscher legt Fotos übereinander, bis zu sechs zur gleichen Zeit, die motivisch ineinander zu fließen scheinen. Sie zeichnen sich durch eine spezifische Ästhetik aus, die einer partiellen Unschärfe. Hölscher verfremdet „on the spot“, im Moment des Aufnehmens selbst, seine Nachbearbeitung besteht nur noch aus Montage.

Rüsenberg geht den umgekehrten Weg, seine Klangbilder, seine Klangspuren sind hochgradig Produkte der Nachbearbeitung, der elektro-akustischen Transformation. In „Lohberg“ teilen beide nicht einmal mehr das Sujet: die Bilder stammen aus einer Industriebrache in Dinslaken-Lohberg (daher der Untertitel „The Beauty of Devastation“), die Klänge kommen aus der Werft in Danzig.

Dieses Auseinanderdriften der Medien ist Programm, bei Hölscher und Rüsenberg illustriert der Ton nicht das Bild, das Bild nicht den Ton, beide führen ein Eigenleben. Erst in der Rezeption, im Kopf der Zuschauer/Zuhörer verschmelzen sie, werden aufeinander bezogen, ja werden zu einer Einheit - die ein jeder anders erlebt. In „Reuschenberger“ teilen beide Künstler Ort & Zeit der Aufnahme, nämlich die gleichnamige Wassermühle in Leverkusen, in „Lohberg“ driften Ort & Zeit auseinander, ebenso in „...“ the cragged version 3.5.

Das Partizip im Titel ist ein Kunstwort, entwickelt aus dem Namen des englischen Bildhauers Tony Cragg, dessen Skulpturenpark in Wuppertal Aufnahmeort für beide Künstler war. Während Hölschers Kamera dort verweilt, ist Rüsenbergs Klangspur überwiegend dort entstanden, wo die klanglosen Kunstwerke in einem Prozess von industrieller Lautstärke entstehen: in der Werkstatt von Cragg in Wuppertal, wo bis zu 15 Bildhauer seine Entwürfe umsetzen, sowie in einer Düsseldorfer Gießerei.

onomato - das fenster

silent doings

Anne Müller

16.09. -25.09.2016
Eröffnung am 16.09.2016

Polaroid/Schreibmaschine, Video/Installation
*1978 im sozialistischen Ostberlin aufgewachsen, entwickelte Anne Müller einen tiefen Sinn für Zerbrechlichkeit und unerwartete Veränderungen, sensibilisiert für das verschwindende Haus im radikalen Bruch. Eine leidenschaftliche, minutiöse und verliebte Beobachterin. Freilegend, kleine, manchmal versteckte Geschichten, unsicher und stark, ironisch und rein. Performance dringt in Fotografie, Video in Sprache. In absurden Gesten ist sie immer wieder auch selbst in ihrer Polaroid-Schreibmaschinen-Reihe “silent doings” oder ihren Videoarbeiten als gesellschaftliche Stellvertreter-Projektionsfläche zu sehen.

- Und dann fühle ich mich beobachtet, meine Geschichte eingesammelt, den anderen Kaffeefilter runtergelaufen, sanft verrückt. Das stille Tun. Bild und Sprache entstehen unabhängig, unkommentiert. Und dann zueinander. Gleich auf, in Spannung. -

Auswahl Ausstellungen, Performances, Konzerte (Auswahl):

  • 2007-2013 duo “avocado”, Konzerte national, international
  • 2009 “OSTRALE - Festival for Contemporary Arts” Dresden, Soundinstallation
  • 2010 Gründung des Perfromanceprojektes “sonne_bad” / “OSTRALE - Festival for Contemporary Arts” Dresden, sonne_bad Performance + Soundinstallation / “Alter Schlachthof” Eupen, Belgien, sonne_bad Performance
  • 2011 “Bonner Kunstverein” Bonn, sonne_bad Performance / “OSTRALE - Festival for Contemporary Arts” Dresden, sonne_bad Performance / Goethe Institut Lettland, Konzerttour “avocado”
  • 2012 Goethe Institut Brasilien, Konzerttour “avocado”
  • 2012/2013 bundesweit sonne_bad Performances an “echten Orten”, Anwaltskanziel, Wurstküche, Klimakonzerenz Hamburg, Schulen
  • 2015 "Künstlerverein Malkasten" Düsseldorf, sonne_bad Performance / “Kunstquartier Bethanien” Berlin “silent doings” / “OSTRALE - Festival for Contemporary Arts” Dresden, Malerei / “galerie vorn und oben” Eupen, Belgien “silent doings” / “St. Michael Kirche” Köln, sonne_bad Performance
  • 2016 “Kunstraum Göbel” Bonn “silent doings”+Malerei / “Brauerei Wroclaw“ Polen, im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt “Modern Trust” Video-Rauminstallation+Performance / “Kunstwechsel” Siegen “silent doings”+Performance / Artist in Residence “Fondazzjoni Kreattività - Gozo Contemporary” Malta

http://www.weithorn-galerie.de
 

16.09.  19 Uhr  Eröffnung
Einführung: Henrietta Weithorn, Galeristin und Kuratorin,

ab 19.30 Uhr: Performance: Pink of fame (POF)

POF (Anne Müller + Ludwig Kukartz) ist ein 2016 neu gegründetes, experimentelles Laboratorium von Anne Müller und Ludwig Kuckartz, die seit 8 Jahren gemeinsame Performanceprojekte realisieren. Analoge und digitale Sounds mit „super pop lyrics“. Ausladende, absurde Geschichten, rotieren wie ein Boomerang

Öffnungszeiten: Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 12-16 Uhr
und nach Vereinbarung unter: 0173 4187800 oder info@weithorn-galerie.de
 

Logo: Galerie WeithornEine Veranstaltung in Zu­sammenar­beit mit der Galerie Weithorn

Fotostadt Düsseldorf

Carl Friedrich Schröer

Dienstag, 27.09.2016  20 Uhr

Vortrag in Wort mit einzelnen Bildern

Wie selbstverständlich nehmen wir heute Fotografie als Kunst. Jedes Kunstmuseum, jede Kunsthalle, jeder Kunstverein feiert heute die Fotografie. Das war längst nicht immer so.

Bernd Becher ( * 20.08.1931 in Siegen; † 22.06.2007 in Rostock) und Hilla Becher, geb. Wobeser, (* 2.09.1934 in Potsdam; † 10.10.2015 in Düsseldorf) erwarben als Künstlerpaar mit ihren Schwarz-Weiß-Fotografien von Fachwerkhäusern und Industriebauten seit den späten sechziger Jahren internationales Renommee.

Exemplarisch wird mit ihrem seriellen fotografischen Werk die Durchsetzung der Fotografie als Kunst verbunden. Auch wurden sie Stammeltern der „Düsseldorfer Photoschule“. Bernd Becher konnte 1976 in Düsseldorf die erste Professur für Fotografie an einer Kunstakademie übernehmen, obwohl er nach Aussage seiner Frau und Mitkünstlerin „an Fotografie keinerlei Interesse hatte.“

In einem Rückblick versucht der Vortrag die Bedingungen für den grandiosen Aufstieg der Bechers zu Weltstars der Kunst aufzuzeigen und fragt nach: Was ist Fotografie ohne Konzept?

In einem zweiten Teil wird es um das Vermächtnis der Bechers gehen. Was ist unter“ Becher-Schule“ zu verstehen? Was wird aus der Fotostadt Düsseldorf nach dem Ableben der Bechers?

www.eiskellerberg.tv

 

Cindy Sherman

Vortrag von Jens Stittgen

Donnerstag, 29.09.2016  20 Uhr

(*1954) amerikanische Künstlerin, die die Photographie benutzt, um die Ergebnisse ihrer mit Schminke und Kostümierung durchgeführten Verwandlung in zahllose verschieden Typen von Weiblichkeit unserer Zeit (zum Teil tritt sie auch in männlicher Rolle auf) ins Bild zu setzen. So entstehen Photoserien, die Identität, Rollenbilder, Körperlichkeit und Sexualität befragen.

 

onomato - das fenster

Blitzausstellung: Tali Gil

30.09. - 02.10.2016
Eröffnung am 30.09.2016 um 19 Uhr

The issues I would like to present at the Onomato Künstlerverein are from the dissertation I wrote, which is engaged in arts in prisons. The title of the research is: “Art as a symbolic space in a detention center: A case study of art classes under the guidance of students in a detention center'' At the lecture I will demonstrate various creative processes, as were instructed during the encounters and the final products of these processes. Paralleled on the art teaching and academic research for my doctorate, I will present a series of my own art work which also deals with imaginary landscapes.

 

30.09.2016  19 Uhr: Werkgespräch
Einführung: Michael Voets

Logo: Kulturamt DüsseldorfEine Veranstaltung in Zu­sammenar­beit mit dem Kultur­amt der Landes­haupt­stadt Düssel­dorf

nichtwissen

ein symposium

Mit der immensen Zunahme des positiven Wissens in der präzisen Welt – sowie der immer dichteren Umstellung mit Dingen in einer immer kürzer getakteten Zeit ist die Wahrnehmung eines nichtwissen in den Hintergrund geraten. Eine Orientierung zum Unfassbaren ist gleichsam kaum mehr »in Gebrauch«.

Gerade im Nicht-Wissen aber schien doch Erfahrung und »Erlebnis« möglich. Im Gewahr werden der Grenze lag immer zugleich auch der Beweggrund zur Korrespondenz. Ja – das paradoxale Komplement von Leere und Fülle, von Stille und Wahrnehmung, Nichtwissen und Gewissheit schien lange Zeit die schönste Quelle von Sprache, Kunst und den narrativen Traditionen.

Mit dem Symposium möchten wir - mit Vorträgen, Konzerten, Performances und Ausstellungen - unsere Aufmerksamkeit auf die Fragen um das Nichtwissen richten, seinen Formen nachgehen und auch die politischen und sozialen Implikationen der Moderne mit seiner Vorstellung einer grenzenlosen Erfassung befragen.

initiiert von Axel Grube, Christoph Korn, Katharina Mayer

Vortrag und Konzert

Dienstag, 11.10.  19:00 Uhr

Axel Grube: Eros der Grenze oder Die süsse Angst. Zum Verhältnis von Gewissheit und Nichtwissen

Das paradoxe Komplement von Stille und Wahrnehmung, von Leere und Fülle, Nichtwissen und Gewissheit schien lange Zeit die schönste Quelle der Künste.

„Unsere Kunst ist ein von der Wahrheit geblendet sein; das Licht auf dem zurückweichenden Fratzengesicht ist wahr, sonst nichts.“

So Kafkas Umschreibung der komischen Figur, die wir im Übergang von Wahrnehmung und Nichtwissen wohl unweigerlich machen müssen.

Axel Grube stellt einige Momente der immer wiederkehrenden Intuition und Kultur des ›nichtwissens« dar; kommt aber vor allen Dingen dabei auch – über die etwas verborgene Philosophie und Methodik Kafkas – auf tiefgreifende ethische Motive zu sprechen.
 

Marcus Kaiser, Konzert: An einem Ort – an einem anderen Ort
Marcus Kaiser: Cello und Zuspielband

das stück "an einem ort - an einem anderen ort" wurde im jahr 2000 in  köln begonnen. es transportiert mit seinem ihm eigenen verfahren klänge und räume mit ihrer jeweils eigenen akustik von ort zu ort, wobei jeder raum als filter das material weiter verändert, in gewisser weise auswäscht, errodiert.

jede aufführung besteht pro ort aus zwei teilen von je 25 minuten,  durch eine pause getrennt. ein instrumentalist spielt wenige, recht  unterschiedliche klänge (von kurzen, trockenen und eher lauten tönen  bis zu einem sehr leisen und sehr langen klang pro teil).

jeder teil wird aufgenommen und beim nächsten teil wird die aufnahme der schicht davor zugespielt (und gleichzeitig werden wieder über raummikros  die instrumentalstimme und die bandstimme aufgezeichnet und im nächsten teil zugespielt usw....) die aufnahme der zweiten schicht des ortes an dem zuletzt gespielt wurde ist also die grundschicht einer neuen auffürung an einem anderen ort.

durch einen instrumentalisten (und das puplikum und die umgebungs  geräusche) wird bei jeder aufführung neues material dazugebracht. der instrumentalist entscheidet wie er das material im einzelnen teil  anordnet und wie er es im zweiten teil und zum band in beziehung setzt. im laufe der zeit entsteht ein fließ-gleichgewicht im werden zwischen  neuen, dazukommenden klängen und älteren, zunehmend im hintergrundrauschen verschwindenden klängen.

Marcus Kaiser wurde 1967 in tübingen geboren. studium an der kunstakademie düsseldorf meisterschüler von prof. klaus rinke) und violoncellostudium (diplom und konzertexamen) an der robert-schumann-musikhochschule düsseldorf. arbeit in der komponistengruppe "wandelweiser". seit 1997 raum für interdisziplinäre veranstaltungen  "kaiserwellen". 2001 förderpreis der stadt düsseldorf.

Vortrag und Konzert

Mittwoch, 12.10.   19:00 Uhr

Prof. Ubbo Kügler: Nicht-Wissen

Der westliche Bildungsbegriff geht davon aus, dass Neugierde und Wissensakkumulation sowie -vernetzung ein hohes Gut sind. Das Bildungsideal des sich imanzipierenden Bürgertums hat sich in unseren Köpfen derart festgestzt, dass wir - z.B. in der Rolle der Lehrenden - einerseits unter dem Mangel der Studenten leiden, mit der ‚richtigen‘ Haltung in Ihre Projekte zu gehen, und uns andererseits einem System hilflos ausgesetzt fühlen, das in Zeiten von Bologna-Prozessen nicht in der Lage zu sein scheint, Inhalte essentiell zu reduzieren oder neu zu organisieren.
 

Irene Kurka, Konzert für Stimme solo: beten

Beten kann in verschiedenen Formen stattfinden: Im Stillen gesprochen, gesungen oder laut ausgesprochen. Besonders berührend ist es, wenn die menschliche Stimme allein erklingt. In vielfältiger Weise stellt die Sopranistin Irene Kurka mit dem unbegleiteten Sologesang ein emotionales Programm zum Thema „Beten“ zusammen. In dem ca. vierzig minütigen Konzert stehen mittelalterliche Stücke denen der Neuen Musik gegenüber. Geprägt werden die Stücke von Kontemplation, Stille, Trost sowie die Herrlichkeit und Unendlichkeit des Schöpfers. Dies wird auch durch die reduzierte Form der Aufführung, wenn die Sängerin ihre Werke solistisch vorträgt, erzeugt.

 • Antoine Beuger: Vater unser
 • James Weeks: The World in Tune
 • John Cage: 4:33
 • Hildegard von Bingen: O virtus Sapientiae;
   O virridissima virga; O felix apparatio
 • Charlotte Seither: Gehen Lassen II, III
 • Eva-Maria Houben: a-men

www.irenekurka.de

Aus dem Munde der Unmündigen ...

Die Spannung zwischen kindlicher Gottesverehrung und prophetischer Intellektualität in der biblischen Tradition

Donnerstag, 13.10.2016  20 Uhr

Vortrag von Lorenz Wilkens, Berlin

In Psalm 8, 3 heißt es (nach der Übersetzung von Mendelssohn):
„Der Säuglinge und Kinder Lallen / Befestiget dein Reich, beschämt den Sünder &c.“

Dies Motiv begegnet in der Hebräischen Bibel und im Neuen Testament an bezeichnenden Stellen. Es hält sich in dialektischer Spannung zu der prophetischen Intellektualität, die etwas anderes ist als die Mantik der griechisch-römischen Antike, nämlich Gesellschaftstheorie und –kritik. Die Reflexion auf diese Spannung macht auf ein Bewußtsein aufmerksam, das sich zu der christlichen Dichotomie von natürlicher und positiver Theologie – philosophischer Gotteserkenntnis und ‚Glaube’ – nicht fügt. Es ist die Bindung an den „Bund“, der die Wirklichkeit erschließt und erkennbar macht.

Lighter than Orange

Ein Film über das Gift Agent Orange und deren Folgen von Matthias Leupold

Freitag, 14.10.2016  20 Uhr

Filmaufführung mit Publikumsdiskussion

Noch immer leiden mehr als 4 Millionen Menschen an den Spätfolgen des Einsatzes von Agent Orange. Welche Erinnerungen haben nordvietnamesische Kriegsveteranen an die Ereignisse und wie leben sie heute mit dem Trauma?

Im Vietnamkrieg (1955-1975) setzten die USA Agent Orange zur Entlaubung von Wäldern und zum Zerstören von Nutzpflanzen ein. Der feindlichen Guerillabewegung FNL („Vietcong“) sollte so die Tarnung durch den dichten Dschungel erschwert und ihre Nahrungsmittelversorgung unterbrochen werden. Agent Orange wurde von Flugzeugen oder Hubschraubern aus großflächig versprüht. Das darin enthaltene Dioxin führte in Millionen Fällen zu schwerwiegenden Änderungen des Erbguts. Noch heute sind nicht nur Böden und Grundwasser in den betroffenen Regionen verseucht, auch Kinder kommen noch immer tot zur Welt oder sind von Geburt an schwer krank.

In seinem Dokumentarfilm LIGHTER THAN ORANGE zeigt der Regisseur Matthias Leupold die Folgen politischen Versagens anhand der Geschichten der Opfer. Nordvietnamesische Veteranen erzählen von ihren Erinnerungen an den Krieg und von den traumatischen Folgen von Agent Orange. Da sie während des Vietnamkriegs dem dioxinhaltigen Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt waren, veränderte sich die DNA der Veteranen. Die Folge sind unheilbare Krankheiten und Fehlstellungen, an denen ihre Kinder immer noch leiden.

5 Uhr morgens – 8 Uhr morgens

Konzert während des Morgengrauens

Samstag, 15.10.2016  05 Uhr

 • Antoine Beuger: calme étendue (spinoza), (1997)
 • Antoine Beuger: Stimme
 • Christoph Korn: werden (2016)
 • Christoph Korn: Elektronik
   „werden“ ist Joachim Rüsenberg gewidmet

Im Laufe des Morgengrauens wird Antoine Beugers Komposition “calme étendue (spinoza)“ und Christoph Korns elektronisches Stück „werden“ zu Hören sein. Beiden Stücken ist die Stille, das Aufscheinen und das wieder Vergehen des Klanglichen wesentlich. Für die insgesamt 3 stündige Aufführungsdauer wird eine zeitliche Struktur entwickelt, die es ermöglicht beide Klangwerke gleichzeitig aufzuführen. So entsteht eine Struktur aus Wort, Klang, Stille, Licht.

Antoine Beuger: timescraper.de/antoine-beuger.html
Christoph Korn: christophkorn.de/info_korn

 

onomato - das fenster

Almuth Hickl

21. - 30.10.2016
Eröffnung am 21.10.2016

Almuth Hickl liebt die "Neuen Medien" auch und besonders, wenn sie anfangen zu altern. Sie experimentiert methodisch mit ihren materiellen, inhaltlichen und formalen Möglichkeiten, enthebt sie partiell ihrer ursprünglichen Funktion und lädt sie mit neuen Assoziationen auf.

Die Ausstellung wird kuratiert von Katharina Mayer.

 

21.10.  19 Uhr: Eröffnung
Einführung: Katharina Mayer

Öffnungszeiten: Sa. und So. 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung: fenster@onomato-verein.de

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Debating the Possibility of Cinematic Philosophy

Thomas E. Wartenberg

Samstag, 29.10.2016  20 Uhr

For a number of years, a debate has been taking place among philosophers and theorists of the cinema about whether films are able to actually philosophize. In this talk, I defend the thesis that certain films have actually made a contribution to philosophy. In the course of my defense, I respond to a number of objections that have been raised to the possibility of cinematic philosophy. Among the films referenced are The Third Man (1948), The Conformist (1970), All of Me (1989), Crimes and Misdemeanors (1989), and Waking Life (2001).

Thomas E. Wartenberg is Professor of Philosophy at Mount Holyoke College, South Hadley, MA USA. His main areas of focus are aesthetics, the philosophy of film, and philosophy for children. Among his publications are Thinking on Screen: Film as Philosophy, Big Ideas for Little Kids: Teaching Philosophy Through Children’s Literature, A Sneetch is a Sneetch and Other Philosophical Discoveries: Finding Wisdom in Children’s Literature, and mostly recently Mel Bochner: Illustrating Philosophy. His website, teachingchildrenphilosophy.org was awarded the 2011 APA/PDC Prize for Excellence and Innovations in Philosophy Programs. He received the 2013 Merritt Prize for his contributions to the philosophy of education.

die digitale düsseldorf

screenshots digitaler kultur

03. - 06.11.2016

Die digitale düsseldorf findet zum in diesem Jahre ersten Mal statt. Das regelmäßig inszenierte Festival zeigt aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung in Kunst, Design und Musik. Es verbindet etablierte Kulturräume wie das das Museum Kunstpalast mit Clubs wie dem Salon des Amateurs und Off-Räumen wie dem onomato künstlerverein und dem damenundherren. In Düsseldorf und darüber hinaus wirkende Künstler erhalten ein Podium. Ein Schwerpunkt wird das Barcamp Digitalitaet sein, ein Ort des intellektuellen Austauschs, der kritischen Reflexion für inspirierte Interessierte. Es wird intersdisziplinär ausloten, was bis heute mit der Digitalisierung fast sämtlicher sozialer, ökonomischer und kultureller Prozesse erreicht wurde, welche Probleme damit geschaffen, welche gelöst werden.

Ausgangspunkte

Unter dem Einfluss der Digitalisierung verzweigen und verästeln sich – neben dem kommerziellen Hauptstrom – die ästhetischen Konzepte und Stile zusammen mit den Szenen, die sie hervorbringen. Zersplitterungsobjekte. Splitter. Zum Teil scharfkantig, schnittig. Sharing vermehrt Informationen. Doch die Fokussierung bei gleichbleibender oder wachsender Relevanz des Beobachteten oder Dargestellten wird schwerer. Eine großräumige Vereinheitlichung der Felder, Clusterbildung ist nicht in Sicht.

Antworten suchen: Wie erreichen wir Verbindungen, die nicht zusätzliche Informationsinseln schaffen, sondern vorhandene für eine Besiedelung urbar machen? Überwindung von Algorithmen? Vor dem Rechner gewucherte Kontaktscheue im real life abbauen? Ignoranz aufweichen? Löcher der Unwissenheit ausfüllen? Überraschende Teilhabe, Bewegungen, Ausbrüche schaffen? Sollen wir freiwillig Stile und Prozesse amalgamieren? Gemeinsame Ermächtigung von Technik? Gemeinsame Ermutigung angesichts des Scheiterns utopischer Versprechen? Gemeinsame Arbeit an der Sozialen Plastik? Wie kommen wir zu mehr Klarheit des Sehens und mehr Wärme der Sympathie in der digitalen Ästhetik?

Das Festival wird kuratiert von Peter Witt und Werner Pillig. Der onomato künstlerverein trägt eine Veranstaltung bei. www.digitale-duesseldorf.de

Eröffnungsveranstaltung

Donnerstag, 03.11.2016  19 Uhr
onomato künstlerverein, Birkenstraße 97, Flingern

Künstler und Künstlerinnen des onomato künstlervereins spüren anhand eigener Werkbeispiele den Auswirkungen digitaler Produktionweisen auf ihr Kunstschaffen nach.
 

onomato - das fenster

Plutôt la Vie
Jochen Eckert

11.11. - 15.11.2016
Eröffnung am Freitag, 11.11.  19 Uhr

“Plutôt la Vie” - ein Gedicht von André Bréton. Eher das Leben - Bilder von Jochen Eckert in den Stunden, und Tagen nach einer todbringenden Freitagnacht in Paris aufgesammelt.

Assemblage mit Fotografien und Video von Jochen Eckert ergänzt um Texte von André Bréton und Pier Paolo Pasolini

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Veranstaltungsreihe "Dämonen"

18.11. - 11.12.2016

 

 

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Gesprächs-Ausstellung nichtwissen

16.12.2016 - 08.01.2017

Eröffnung am Freitag, 16.12. um 19 Uhr

Die diesjährige (Verkaufs)-Ausstellung zum Jahresende steht in Verbindung zum onomato-Jahresthema.

In einer besonderen Form sind Ausstellung, Gespräche und Kurzvorträge miteinander verwoben. Dabei geht es etwa nicht darum, dass die beteiligten Künstler sich programmatisch äussern, sondern ihre Perspektive zum Thema und mögliche Beziehungen zu ihrer Arbeit, Arbeitsweise oder Methodik erläutern: Als Ausgangspunkt für eine immer wieder sich neu ergebende Situation für das Gespräch unter den Beteiligten und den Besuchern.

Ausstellende Künstler: Roman Zheleznyak, Jang Ipkyu, Katharina Mayer, Hanna Koch, Mechthild Hagemann, Norbert Kraus, Hyeon jin Kwon, Jens Stittgen, Robert Olawui u.a.

Die Ausstellung wird kuratiert von Mechthild Hagemann und Jens Stittgen.