Veranstaltungsankündigungen

Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, in den Räumen des onomato-künstlervereins e.V., Birkenstrasse 97, 40233 Düsseldorf statt.

 

Montagsgespräch

Jetzt wieder alle 14 Tage um 19 Uhr im onomato

Geplant sind folgende Termine, vorbehaltlich Änderungen:

  • 10. und 24. Januar
  • 07. und 21. Februar
  • 07. und 21. März
  • 04. und 18. April
  • 02., 16. und 30. Mai
  • 13. und 27. Juni
  • 11. und 25. Juli
  • 08. und 22. August
  • 05. und 19. September
  • 03., 17. und 31. Oktober
  • 14. und 28. November
  • 12. Dezember

Düsseldorfer Künstler:innen on/off

Ein Film von Max Hoffs

Donnerstag, 11. August 2022 19:30 Uhr

Düsseldorfer Künstler:innen in der Coronakrise erzählen ihre Standpunkte, berichten von ihren Erlebnissen in dieser Zeit und geben Konzerte in der Zeit von Juni 2020 bis April 2021.

Es entstand ein abendfüllender Film (92 Minuten) in full HD, der sowohl nachdenklich als auch unterhaltsam ist.

Der Film wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kunst: Freiheit

Vortrag von Dr. Dorothée Bauerle-Willert

Montag, 15. August 2022 19 Uhr

Die Autonomie, die Freiheit der Kunst wurde im Laufe ihrer Geschichte zu einem Ideal, zu einer (notwendigen) Fiktion. Um sie zu fördern, betreibt der Staat Kunsthochschulen und Museen, stellt Mittel für Stipendien und Ankäufe bereit: Kunst ist zu einem Besonderen, zu einem Unternehmen des Ideellen, nicht des Materiellen geworden. Aber die Freiheit von den Zwängen der Tradition, von den Pflichten des handwerklichen Könnens und den Erwartungen des Publikums wurde auch erkauft mit einer gewissen gesellschaftlichen Unverankertheit.

Heute, so scheint es, ist von den modernen Idealen der Autonomie, Freiheit und Originalität der Kunst kaum etwas übrig geblieben. Der vormoderne Auftragskünstler beherrscht wieder die Szene, sei es in der Rolle des hochdotierten Dekorateurs oder als kreativer Sozialarbeiter. Das Verlangen nach Rechtschaffenheit, nach moralischer Sendung bestimmt Ausstellungen und den Diskurs.

Der Status der Kunst scheint sich „im Kugelhagel der Realität“ zu ändern. Wie ist das uralte Spannungsfeld heute zu denken?


Dorothée Bauerle-Willert, *1951 Göppingen: Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie in Tübingen und Marburg. 1977 Forschungsaufenthalt am Warburg-Institut in London, 1980 Promotion mit der Dissertation „Gespenstergeschichten für ganz Erwachsene. Ein Kommentar zu Aby Warburgs Bilderatlas Mnemosyne.“ 1980–83 Wissenschaftliche Assistentin an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, 1983 Direktorin der Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen, 1983–90 Stellvertretende Direktorin am Ulmer Museum. Von 1990 bis 2007 Leben im Ausland. Arbeit im Kulturaustausch und Gastprofessuren an Universitäten in Asunción, Paraguay, in Montevideo, Uruguay, in Tallinn, Estland, in Skopje, Makedonien und in Belgrad, Serbien. Seit Februar 2007 lebt sie in Berlin. Lehraufträge an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, an der Universität zu Köln und an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle. Von 2009 – 2019 Produktions-Dramaturgin am Vorarlberger Landestheater Bregenz. 2018 Dramaturgin am Theater Wolkenflug, Klagenfurt. Zahlreiche Publikationen und Vorträge zur Kunst


Eingeladen und moderiert von Terry Buchholz

ausstellung

Text und Bild

Wir sehen, was wir lesen, und wir lesen, was wir sehen
Das Wechselspiel von Texterfassung und Bildbetrachtung

Kunstpunkte Düsseldorf/Nord 2022
20. August bis 04. September, Eröffnung am 19. August um 19 Uhr

Wir sehen, was wir lesen, und wir lesen, was wir sehen. Bilder haben wie Texte eine sichtbare und eine unsichtbare Seite. Die sichtbare gibt einem Inhalt Gestalt, die unsichtbare gibt der Gestalt Sinn. Dennoch sind Text und Bild unterschiedliche Territorien, in denen semantische, syntaktisch und pragmatische Prozesse unterschiedlich geregelt sind. Der Grenzbereich zwischen beiden Territorien ist offen. Gut ausgebaute Hauptwege, aber auch verschlungene Nebenwege führen von der einen auf die andere Seite. Wer diesen Wegen folgt, bemerkt mit Erstaunen, wie Bild und Text sich gegeneinander sperren, einander ad absurdum führen und zugleich produktiv ergänzen können.

Die Montagsgruppe des onomato und Gäste stellen aus:

Achim Raven
Bernadett Wiethoff
Bernard Langerock
Elisabeth Luchesi
Frauke Tomczak
Harald Feyen
Horst Weierstall
Jens Stittgen
Markus Mußinghoff
Mechtild Hagemann
Terry Buchholz

Öffnungszeiten: Fr. Sa. So. jeweils 15 bis 20 Uhr
und zu den Kunstpunkte-Öffnungszeiten

Über Valeska Gert – Ich will leben, auch wenn ich tot bin

Ein performativer Vortrag von Michael Staab und Myriam Thyes über die Möglichkeit eines Kunst-Stücks zu Valeska Gert

Donnerstag, 08. September 2022 19:00 Uhr

Die Berlinerin Valeska Gert (1892 -1978) erfand neue Formen des Ausdruckstanzes und der Groteske, wirkte als unkonventionelle Schauspielerin in Filmen und am Theater und entwickelte eigene Theorien und Versuche einer neuen Theater- und Filmkunst. Von der Avantgarde aller Kunstsparten bewundert und von den Nazis schließlich ins Exil getrieben, betrieb sie später als Darstellerin, Autorin, Regisseurin, Gestalterin und Leiterin angesagte Künstlerlokale mit spartenübergreifenden, performativen und partizipativen Konzepten.

Diese radikale, aber immer an der Wirklichkeit orientierte Universalkünstlerin wirkt von ihren Ansätzen her immer noch sehr modern. Wie könnte ein Theaterstück, eine Performance, ein Medienkunstwerk über Valeska Gert und ihr Werk heute aussehen? Der Regisseur Michael Staab und die Medienkünstlerin Myriam Thyes sehen ihren performativen und interaktiven Vortrag als den künstlerischen Versuch einer biographischen und werknahen Hommage mit offenem Ergebnis.

Michael Staab, *1962 in Esslingen, lebt in Köln. Er arbeitet seit 1984 bis heute als Theaterregisseur, Konzept- und Performancekünstler, Ausstellungsmacher und Projektleiter für nationale und internationale Kunst- und Kulturinstitutionen. Dazu eigene Projekträume, Texte und Publikationen.

Myriam Thyes, *1963 in Luxemburg, aufgewachsen in Zürich, lebt in Düsseldorf. Bildende Künstlerin, v.a. digitale Medien. 1986-92 Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Nan Hoover. Seit 1994 Ausstellungen und Festivals. www.thyes.com

Zur Sprache bringen

Vortrag von Dr. Lorenz Wilkens. Philosoph, Berlin
mit Bilderpräsentation von Elisabeth Luchesi, Malerin, Düsseldorf

Dienstag, 13. September 2022 19:00 Uhr

Im Fokus stehen malerische Texturen. Die Rhythmen erinnern an Schriftverläufe, doch die Buchstaben tanzen aus der Reihe und lassen sich nicht ohne weiteres versprachlichen. Es entstehen diverse atmosphärische Wirkungen, wenn das Wort nicht die Deutungshoheit hat, sondern selbst in seiner Struktur als Bild erscheint.

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