Veranstaltungsankündigungen

 

Sofern nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Vereinsräumen an der Birken­straße 97 in Düsseldorf-Flingern statt.

Montagsgespräch

Alle 14 Tage um 19 Uhr

Alle Termine im ersten Halbjahr:

  • 08. und 22. Januar
  • 05. und 19. Februar
  • 05. und 19. März
  • 02., 23. April
  • 07. und 21. Mai
  • 04. und 18. Juni
  • 02., 16. und 30. Juli
  • 13. und 27. August
  • 10. und 17. September
  • 01., 15. und 29. Oktober
  • 12. und 26. November
  • 10. und 17. Dezember

ausstellung

Tier

06.10. – 21.10.2018
Eröffnung am 05.10.2018

Die Ausstellung vereint Positionen des gegenwärtigen Blicks auf das Tier. Hinwendung, Verschmelzung, Distanz, Grusel, Verehrung, Überhöhung, wertfreier objektiver Blick, all diese Ansichten und Einsichten sind in den ausgestellten meist plastischen, kleinformatigen Werken verschiedener Autoren (Künstlern) formuliert.

Die Ausstellung bildet über den Zeitraum ihrer Dauer eine Parallelwelt zum herkömmlichen Betrieb des Onomato. Die Form ihrer Präsentation ergibt sich aus dieser Anforderung und verlangt vom Betrachter dementsprechenden Körpereinsatz.

Mit Arbeiten von:
Georg Jansen, Norbert Kraus, Katharina Mayer, Elisabeth Mühlen, Karl Hans Müller, Peter Nagel, Carol Pilars de Pilar, Nele Waldert, Anne Wissmann

Freitag, 05.10.2018, 19 Uhr: Eröffnung

Öffnungszeiten: Do.-So. 16-18 Uhr
und nach Vereinbarung: fenster@onomato-verein.de

Lernen von den Tieren; denn sie sind die Wächter des Seins

Vortrag von Prof. Rainer Hagencord

Sonntag, 14.10.2018  16 Uhr

Dr. Rainer Hagencord, Theologe und Biologe, ist Mitbegründer und Leiter des Instituts für Theologische Zoologie in Münster. In seinen Büchern und Vorträgen geht es um die Frage des Verhältnisses des Tieres zu seinem Schöpfer und um die Art und Weise, wie die moderne Gesellschaft das Tier als Objekt betrachtet und behandelt.

Hagencord reflektiert aktuellste verhaltensbiologische Erkenntnisse über das Denken, Fühlen und Handeln von Tieren. Er stellt sich der Aufgabe, herkömmliche Interpretationen neu zu formulieren und das Tier aus seiner untergeordneten Stellung herauszuheben und als gleichberechtigtes Geschöpf zu etablieren. Er lädt ein, in der Betrachtung des Tieres zu verweilen und z.B. die Frage zu stellen: Was kann uns das Tier mit seinem Sein lehren? Was kann uns das Tier mit seinem Wesen sein?

Ein Katzlamm und andere Tiere Kafkas
(und der Kabbalah)

Vortrag von Axel Grube

Donnerstag, 18.10.2018 20 Uhr

Ein Storch im Zimmer, „Eine Kreuzung“ (halb Lamm, halb Katze), „Josefine die Sängerin“, der Affe Rotpeter, „Forschungen eines Hundes“, ein Marder in der Synagoge, das Höhlentier in „Der Bau“ … Die Vorliebe für Tierfiguren in Kafkas Kurzprosa ist offensichtlich. In kurzen Lesungen und Kommentaren stellt Axel Grube Bezüge dar – bis hin auch zur Bedeutung des Tieres in chassidischen Volkserzählungen und der jüdischen Kabbalah.

Ein Tier besitzern

Ein Nachmittag mit Tierbesitzern

Sonntag, 21.10.2018  14 Uhr

Über einen Open Call werden Personen, die mit Tieren leben oder wirtschaften, zusammen mit ihren Tieren in den onomato künstlerverein eingeladen.

Wir möchten Gespräche führen über das Zusammenleben von Mensch und Tier. Einzelne Hunde-, Katzen- oder Papageibesitzer werden ebenso zu ihrem Leben mit den Tieren befragt wie Menschen, deren wirtschaftliche Existenz sich auf Nutztieren wie Schweinen, Rindern, Kühen oder Schafen gründet.

Auch Menschen, die z.B. als Tierpfleger in einem Zoo arbeiten oder Personen die spezielle Erfahrungen mit „Schädlingen“, Ratten, Wespen o.ä. gemacht haben werden die Gelegenheit haben zu berichten.

Anschließend wird ein gemeinsames Essen stattfinden. Speisen und Getränke aus tierischen und rein pflanzlichen Inhaltsstoffen werden aus eigener Herstellung serviert. Hierbei soll es spannende Verkostungen und Gegenüberstellungen von rein pflanzlichen und rein tierischen Produkten geben. Auch Speisen aus Mehlwurmfleisch oder anderen Insekten werden mit einbezogen werden.

Das Tier sehen

Werkgespräch mit Karl Hans Müller

Tbd.

„Ich war wach und ich war gleichzeitig wie in einen Traum gebannt, mit den Wesen auf gleich und gleich, sprachen sie zu mir und ich hörte ihnen zu – ich war in ihrer Welt, in ihrer Logik oder, was das gleiche war, in ihrem Leiden, in ihrem Recht: sie sprachen eindringlich zu mir; sie schienen auch Macht zu haben, aber sie hatten keine, es war nur ihre Art, da zu sein.“ – Karl Hans Müller, April 1993

„Ich finde, das hat Genet sehr präzis und richtig formuliert: Das Einzige, was ein Kunstwerk kann, ist Sehnsucht wecken nach einem anderen Zustand der Welt. Und diese Sehnsucht ist revolutionär.“ – Heiner Müller über Jean Genet, 1983

Diese Veranstaltung muss krankeitsbedingt leider verschoben werden, den neuen Termin geben wir rechtzeitig bekannt.

Michail Bulgakow: Die weiße Garde

Vortrag und Lesung von Alexander Nitzberg

Sonntag, 28.10.2018 19 Uhr

Michail Bulgakows erster Roman „Die weiße Garde“ ist ein Meisterwerk der Moderne, ein Buch, das mit überraschenden, radikalen literarischen Mitteln arbeitet – freilich konnte dies in Deutschland bisher noch gar nicht gesehen werden.

Alexander Nitzbergs Neuübersetzung wird das nun ändern. Seine grandiose Neuübersetzung zeigt uns über einen großen Zeitroman das Schicksal der Bewohner Kiews im ukrainischen Bürgerkrieg, nachdem die Deutschen ihre ukrainischen Bündnispartner fallen lassen und sich aus der Stadt zurückziehen. Es ist ein Roman, der durch brutalen Realismus und einen radikal modernen Stil besticht.

Nach „Meister und Margarita“, „Das hündische Herz“ und „Die verfluchten Eier“ liegt mit „Die weiße Garde“ der vierte Roman von Bulgakow in Nitzbergs Übersetzung vor: Ein Sprachkunstwerk, das in seiner Übersetzung zum Neu- und Andersentdecken einlädt.

Alexander Nitzberg ist einem modernen Übersetzungsideal verpflichtet: da geht es nicht darum, den Text zu glätten, sondern authentisch zu bleiben und dem Autor gerecht zu werden.
– ORF (zu Meister und Margarita)

 

In Kooperation mit der Kunst­stif­tung NRW

Willem de Kooning

Lichtbildvortrag von Jens Stittgen

Dienstag, 30.10.2018  20 Uhr

Willem de Kooning, 1904 – 1997, niederländisch/us-amerikanischer Maler und Bildhauer, wichtiger Vertreter der gestischen Abstraktion im abstrakten Expressionismus der 40er Jahre, der mit seiner Woman-Serie in dieser Zeit zunächst berüchtigt, dann berühmt wurde. Als Maler bleibt er zeitlebens zwischen Abstraktion und Figürlichkeit.

Live Performance

Laura Greco

Freitag, 02.11.2018  20 Uhr

Demnächst können Sie hier Näheres erfahren 😉

literatur

„Hoch oben auf dem Quivive“

Dienstag, 06.11.2018  19:30 Uhr  Eintritt 5 €

Die Literaturzeitschrift WORTSCHAU ist eine literarische Achterbahn, kopfüber herzunter, doch mit Bodenhaftung. Ein Magazin für Gegenwartsliteratur, in dem poetische Luftsprünge ebenso Platz haben wie tiefschürfende Essays. Seit 2007 schaut sie dem Wort aufs Maul, im Einzelfall mundartlich, ständig auf der Suche nach Neuland. Große Namen schrecken dabei eben so wenig ab wie traditionell Erzähltes.

Heute präsentiert WORTSCHAU einen Abend mit Texten von:
Achim Raven – Thomas Brandt– Bess Dreyer – Wolfgang Allinger – Frauke Tomzcak – mit Zeichnungen von Thomas Brandt und einem Kurzfilm von Johanna Hansen und Nick Acorne.

ausstellung

Tbd.

16. – 25.11.2018
Eröffnung am 16.11.2017

Ausstellung im Rahmen der digitale düsseldorf

Jacopo da Pontormo

Lichtbildvortrag von Jens Stittgen

Dienstag, 27.11.2018  20 Uhr

Jacopo da Pontormo, 1494-1557, italienischer Maler und einer der Hauptvertreter des Florentiner Manierismus. In wieweit er als solcher sich von den Idealen der (Hoch-) Rennaissance unterscheidet und inwieweit Manierismus auch ein Thema für unsere Zeit jetzt ist, könnte u.a. gefragt werden.

literatur

POING

Dienstag, 04.12.2018  20 Uhr

POING ist eine vom vauvau-verlag für interaktive lyrik ins Leben gerufene Anthologie-Reihe. Sie veröffentlicht Gemeinschaftsarbeiten von Autorentandems, die sich medienübergreifend in Wort und Bild dialogisch begegnen.

Die Düsseldorfer Autorinnen Pia Helfferich und Christina Müller-Gutowski präsentieren eine Auswahl foto-lyrischer Dialoge aus dem im April 2018 erschienenen Band zum Thema STADT.

Im Wechselspiel von Lesung und Fotoprojektion werden urbane Räume sichtbar. Worte und Orte laden zu Assoziationen ein, denen man folgen kann, um eigene Wege durch diese Hyperstadt zu gehen.

Geschmackrichtungen des Geistes

Vortrag von Axel Grube

Freitag, 07.12.2018  20 Uhr

Ausgehend von einer ähnlichen Figur und Methodik bei Simone Weil, Ludwig Wittgenstein und Franz Kafka, geht Axel Grube auf der Suche nach gemeinsamen Quellen bis auf die Vorsokratik und jüdische Prophetie zurück und zeigt „Familienähnlichkeiten“ oder „Geschmackrichtungen des Geistes“ auf, die sich, losgelöst von gewohnten Begrifflichkeiten und quer zu den Zuschreibungen wie etwa „Philosophie“ und „Religiosität“ bewegen.

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