2019: Veranstaltungs-Archiv

 

literatur

Vera Henkel: Lesung und Buchvorstellung

Mi., 16.01.  19:30 Uhr

Der Name Vera Henkel war in der literarischen Szene des Rheinlandes schon zu Zeiten von Peter Maiwald und John Linthicum ein Begriff. Damals gehörte sie zu den ambitionierten jungen PoetInnen um Alexander Nitzberg und gewann 1996 den Open Mike.

Heute kann sie auf eine vielfältige Sammlung literarischer Texte zurückblicken, von der die neueste Veröffentlichung „Ein fliehendes Kinn. Texte aus Jahrzehnten“, Ende 2018 erschienen, einen Überblick bietet: satirisch bis grotesk zugespitze, oft absonderliche und komische Alltagsskizzen, die vor allem eines bewirken: sie bringen uns zum Lachen. So beginnen wir das Neue Jahr mit einem poetischen Lachen.

literatur

Poetische Begegnungen

Olga Martynova trifft Gerhard Falkner

Mi., 30.01.2019  19:30 Uhr  Eintritt 3 / 2 Euro, Mitglieder frei

Mit Olga Martynova und Gerhard Falkner sind in der Lyrikreihe zwei hochgeschätzte Schriftsteller zu Gast, die sich trotz ihrer Anerkennung von ihrer Lust, Neues auszuprobieren und zu experimentieren nichts haben nehmen lassen.

Olga Martynova, 1962 in Sibirien geboren, in Leningrad aufgewachsen, hatte dort zusammen mit ihrem im letzten Jahr verstorbenen Mann, dem Dichter Oleg Jurjew, die Künstlergruppe und noch heute existierende Plattform „Kamera chranenija“, auf deutsch etwa „Aufbewahrungsort“, gegründet. Seit 1990 lebt sie in Deutschland. In der Tradition der avantgardistischen Gruppe „Oberiu“ aus den 20iger und 30iger Jahren um Daniil Charms hält sich ihre Lyrik weder an konsistente Raum/Zeitgrenzen, noch irgend an geltende Naturgesetze. Und doch transportieren die Gedichte durch ihre bildstarke, sinnliche Präsenz und ihr deutliches Insistieren auf einem thematischen Verdichtungspunkt Figurationen, die vom „Wiesenjenseits“ einer gestorbenen Biene bis zum Bild der Sprache als Falter mit dem „Hinkeflügel“, der sich halb über, halb unter Wasser bewegt, sowohl unsere Imagination wie auch unser Denken ihrerseits in Bewegung setzen.

Gerhard Falkner, 1951 im mittelfränkischen Schwabach geboren, erregte schon 1981 mit seinem ersten Gedichtbuch „so beginnen am körper die tage“ Aufsehen: gegen die „Befindlichkeitslyrik“ der späten 70iger Jahre setze er einen deutlichen Akzent – wenn auch im freien Vers – auf eine formal durchgestaltete poetische Sprache. Es folgten weiter Gedichtbände in steter Folge bis er in seinem Essayband „Über den Unwert des Gedichts“, 1993 – ganz in avantgardistischer Manier – seinen Rückzug aus dem Literaturbetrieb ankündigte und sich doch – das stete Paradox der Avantgarden – nach vierzehn Jahren, im Jahr 2000 mit dem wiederum vielbeachteten Gedichtbuch „Endogene Gedichte“ rückmeldete. Dem sollten seine wichtigsten lyrischen Werke „Hölderlin Reparatur“, 2008, und „Pergamon Poems“, 2012 folgen. 2009 erhielt er den Peter Huchel Preis. Die Gleichzeitigkeit von Prägnanz, Anschaulichkeit, frappierenden Zeitsprüngen und Leichtigkeit, mit der er etwa in dem Gedicht „Artemis“ von der semi-plastischen Bildlichkeit der Artemis im Pergamon Fries über mehr als zweitausend Jahre in die „Kill Bill“- Filmwelt von Quentin Tarantino springt, ist so atemberaubend und treffend zugleich, dass sie für beide Welten vor- und rücklings vieles zu denken gibt.

Ein klares Profil fügt er in Kopfmitte ein:
als den Schatten eines Teufels im Schnee,
am dritten Ufer von zwein.

Olga Martynova: Tschwirka, beschwipst vom Winter (1)

Kill Bill, gespielt von Himmlischen (Götterkino)
die Torsi torkeln von der Wucht des Schönen

Gerhard Falkner: Artemis

 

Gefördert durch das das Kul­tur­amt der Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf und die Kunst- und Kultur­stiftung der Stadt­spar­kasse Düssel­dorf

OPEN CALL

zur Ausstellung: „Regarding Yoko Ono“

Yoko Ono ist eine Konzept Künstlerin. Sie hat neben großen Ausstellungen und Performances auch Performance-Anleitungen Konzipiert. Ono ist in ihren Arbeiten sehr weitgefasst und hält eine große Vielfalt an Darstellungen und Möglichkeiten sich auf sie zu beziehen bereit.

Ich möchte eure Beteiligung an dieser Ausstellung! Der Grundgedanke bei Yoko Ono, ist die Individualität in der Gemeinschaft und deshalb können von euch Zeichnungen, Bilder, Fotos im Format bis DinA3 dabei sein. Zusätzlich können Performances eingereicht werden.

Ich freue mich auf eure Beiträge und bei Fragen bin ich zu erreichen unter 0178 90 46 878.

Abgabetermin: am 7.3. zwischen 10 – 12 Uhr
oder in Absprache mit Inken Boje: info@inkenboje.de.

Dauer der Ausstellung: 08.03. – 10.03.2019

Öffnungszeiten:
Fr. 08.03. 19–21 Uhr
Sa. 09.03. 14–18 Uhr
So. 10.03. 12–18 Uhr

Abholung: 12.03. um 10–12 Uhr

Herzliche Grüße Inken Boje

 Archiv