2022: Veranstaltungsarchiv

ausstellung

On distance III | ‘The visible in the absent‘

15.12.2021 – 23.01.2022 – Outdoor Matinee am 15.12. um 16 Uhr

Finissage: Fr/Sa/So. 12.-13. Januar

Impro 97 ist ein Ladenlokal mit Arbeits- und Ausstellungsraum. Die drei den Raum organisierenden Künstlerinnen setzen eigene wie partizipativ-künstlerische Projekte um.

Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Medien ist uns der interkulturelle Austausch wichtig. Unsere Basis ist das interdisziplinäre Denken.

Wir zeigen Installation, Collage, Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Video. Die Arbeiten sind von außen sichtbar.

Zusammen mit dem onomato künstlerverein haben wir einige Künstlerinnen und Künstler aus unserem Umfeld eingeladen, eine Fenster – Ausstellung in beiden Ladenlokalen der Birkenstraße 97 für die Jahreswende 2021/ 22 zu gestalten.

Wir freuen uns über Installationen, Videos, Künstlerbücher, Editionen und Lieblingsbücher von:

Franklin Berger (Künstlerhefte I Artist notebook)
Walter Bergmoser (Edition)
Bertram & Michael Rüsenberg (Buch-Neuerscheinung I New book release)
Hilmar Boehle (Edition)
Erika Brand (Edition)
Terry Buchholz (Künstlerbuch | Artist book)
Kurt Buchwald (Edition)
Stephen Cone-Weeks (Buch-Neuerscheinung I New book release)
Andrej Glusgold (Edition)
Britta Helmerdig (Edition)
Bernadett Wiethoff (Künstlerbuch | Artist book)
Martin Hochleitner (Buch-Neuerscheinung I New book release)
Uli Johannes Kieckbusch (Assemblage)
Norbert Kraus (Video & Installation)
Irene Kurka (Buch-Neuerscheinung I New book release)
Matthias Leupold (Edition)
Elisabeth Luchesi (Video & Edition)
Katharina Mayer (Edition)
Carol Pilars de Pilar (Künstlerbuch I Artist book & Edition)
Hadas Satt (Edition)
Shanta Shakya (Edition)
Bärbel Starz (Edition)
Birgitta Thaysen (Edition)

Persönliche Terminvereinbarungen können unter hallo@impro97.de gebucht werden. Die Werke sind verkäuflich.

literatur

Poetische Begegnungen

Lütfiye Güzel trifft Max Czollek

Donnerstag, 24.02.2022 19:30 Uhr
Livestream Link: youtu.be/FaZNKqp-qyA

Lütfiye Güzel, geboren 1972 in Duisburg, gelingt es, selbst bei kulturellen Großveranstaltungen im Ruhrgebiet ein Massenpublikum in den Bann der poetischen Seismographie ihres Alltags und ihres Bewusstseinsstromes zu ziehen. In diesen Fluss sind unterschiedlichste Elemente vom Brief bis zur medizinisch-therapeutischen Selbstbeobachtung eingefügt und ab und an überraschend festgefügte lyrische Forment: Gedichte im Langgedicht.

Max Czollek, geboren 1987 in Berlin und jüdischer Herkunft, hat sich auch 2021, dem Gedenkjahr der 1.700jährigen gemeinsamen jüdisch-europäischen Geschichte, erfrischend kämpferisch eingemischt. Seine Gedichte bieten feingesponnene und zugleich fest gegründete Behausungen für die unterschiedlichsten Beobachtungen, skurrile Begegnungen und eigenwillige Befindlichkeiten. Einzig ausgeschlossen sind gestählte Panzerung und unbedingter Vernichtungswille. Ihnen wird der Kampf angesagt.

Zuerst übers Ziel hinausschießen, später dann
vielleicht die Mitte finden, aber die Mitte,
die ist nicht mein natürlicher Raum.

Lütfiye Güzel, „nix meer“, Duisburg/Berlin 2018

„ich komme mir vor, als säße ich in einem meiner gedichte
und vielleicht tue ich das auch.

Max Czollek, „Grenzwerte“, Berlin 2019

 

Gefördert durch die Kunst­stif­tung NRW und das das Kul­tur­amt der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf

literatur

Poetische Begegnungen

Karin Fellner trifft Thomas Kunst

Donnerstag, 10.03.2022 19:30 Uhr
Livestream Link: youtu.be/OgpJ-9PGiSI

Karin Fellner, geb. 1970 in München, wo sie heute wieder lebt, studierte Psychologie in Konstanz und Literaturwissenschaften in München und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und freie Lektorin. Sie hat inzwischen 5 Lyrikbücher veröffentlicht, wurde mehrfach mit Literatur- und Lyrikpreisen ausgezeichnet und unterrichtet heute poetisches Schreiben u.a. am angesehenen Lyrik Kabinett München.

Ihre im Druckbild klar und übersichtlich anmutenden Gedichte täuschen – möglicherweise absichtlich – über die surrealen und bizarren, ja sich teilweise ins Absurde steigernden Szenarien und tumultarischen Geschichten hinweg, die sie entfalten: gänzlich überraschende, fremdartige Welten, fluid und wandelbar wie Traumbilder, die bei allem in einem alltäglichen Ton und scheinbar geerdet daherkommen, so dass sie uns, wenn wir um die nächste Ecke biegen, je erneut anspringen wie dort nie vermutete Kobolde.

Thomas Kunst, geb. 1965 in Stralsund, studierte in Leipzig, wo er schon seit 1987 als Bibliotheksassistent an der Deutschen Nationalbibliothek arbeitet. Nachdem er 1991 mit seinem ersten Gedicht- und Prosabuch „Besorg noch für das Segel der Chaussee“ hervorgetreten ist, hat er zahlreiche Lyrik- und Prosabücher – insgesamt 21 Titel – veröffentlicht und ist ebenfalls mehrfach mit Preisen geehrt worden. Bemerkenswert ist sein Netz an Verbindungen in der literarischen Szene der Gegenwartsliteratur, das Paul Wühr, über Ulrich Zieger, den Dramatiker Gaston Salvatore, Feridun Zaimoglu und Lutz Seiler umfasst. Sein jüngster Lyrikband „Kolonien und Manschettenknöpfe““ erschien 2017 bei suhrkamp Berlin. In diesem Band arbeitet er mit eindrucksvollen und skurrilen Sprachbildern, die ins Surreale greifen und ein originelles Verfahren bergen: einige je wechselnde Leitmotive wandern von Gedicht zu Gedicht und sind immer in neue Kontexte gestellt.

Zingpaling zingpaling,
spannt Skarda den Paraschirm auf.

Karin Fellner, „Ohne Kosmonautenanzug“,
Köln parasitenpresse 2015

(…) es schien,
Als folgten wir dem Rückstau der Gewalten.

Thomas Kunst, „Von allen Seiten in sein Zimmer gehen“,
Kap. II in: „Kolonien und Manschettenknöpfe“, 2017.

 

Gefördert durch die Kunst­stif­tung NRW und das das Kul­tur­amt der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf

ausstellung

China Beliefs

Fotografien aus China, 2012 bis 2019
Bernard Langerock

11. bis 20. März 2022, Eröffnung am 11. März 2022 um 19 Uhr

Die Fotografien visualisieren die persönliche Auseinandersetzung des Künstlers mit Aspekten der chinesischen Kultur in Bezug auf ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie stellen symbolhaft situative Gefühle und Stimmungen dar.

Öffnungszeiten: Freitag, Samstag und Sonntag von 16 bis 20 Uhr
Künstlerführung: Donnerstag, 17. März um 19 Uhr

literatur

Poetische Begegnungen

Birgit Kreipe trifft Dincer Gücyeter

Donnerstag, 31.03.2022 19:30 Uhr
Livestream Link: youtu.be/he-huxHI7ig

Birgit Kreipe, geboren 1964 in Hildesheim, studierte Psychologie und Neuere Deutsche Literatur in Marburg, Wien und Göttingen. Sie arbeitet als Psychotherapeutin, Autorin und Übersetzerin von Lyrik in Berlin. 2010 erschien ihr erster von insgesamt vier Lyrikbänden, die jüngsten beiden „SOMA“ 2016 und und „Aire“, 2021 bei kookbooks, Berlin.

In ihrem Buch „Aire“ (Luft) ist nichts fest. Die Dinge der Außenwelt überlagern sich mit Körper- und Gemütszuständen zu Träumen und Bildvisionen. Unsichtbare – eben luftige – Wesen sind omnipräsent, treten durch Stimmen in Erscheinung – „die verlorenen schreien mich mit vogelstimmen an“ – ein Stern siedelt in der Brust, alles ist in permanenter Überlagerung, in Metamorphosen und Transformationen.

Dincer Gücyeter, ist 1079 in Nettetal geboren, wo er noch heute lebt und in seinem kleinen aber feinen Elif Verlag vor allem Lyrik verlegt. Viele LyrikerInnen der jungen Kölner Szene sind seine Autoren. Zugleich hat er sich durch die Publikation von Übersetzungen junger türkischer LyrikerInnen und internationaler Lyrik einen Namen gemacht. Er selbst war nach seinem Realschulabschluss in den unterschiedlichsten Berufen tätig und finanziert bis heute seinen Verlag als Gabelstaplerfahrer in Teilzeit. Er hat bisher drei eigene Lyrikbücher veröffentlicht: „Anatolien Blues“ und „Ein Glas Leben“, beide 2012, 2017 „Aus Glut geschnitzt“, und 2021 „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“. Für dieses Werk erhielt er den diesjährigen renommierten „Peter-Huchel-Preis“.

Seine narrativen Gedichte eröffnen ein Panorama der Flucht, des Elends, harter Arbeit und oft erschütternder Schicksale. Signaturen schreibt zu „Aus Glut geschnitzt“: „Ja, es ist harter Stoff, den Gücyeter hier liefert. Er verweigert sich jeder Beschaulichkeit. Bei ihm ist das Gedicht ein Aufbegehren, wie man es heute, vor allem in Deutschland, wo alles sich in Natur und Beschaulichkeit flüchtet, nur selten noch findet.“

eine helle gespenstschrecke löste sich, sang
in einer lichtsprache, die die gedanken trennte
von meinen verwirrten sinnen

Birgit Kreipe: „als es den trödelstern traf“ in „Aire“

zu oft pilgerten wir in die Sünde des verschwiegenen Wortes,
zu oft sprangen wir über die Zäune der Massengräber“

Dincer Gücyeter: „der Aufruhr der trojanischen Frauen“ in „Aus Glut geschnitzt

 

Gefördert durch die Kunst­stif­tung NRW und das das Kul­tur­amt der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf

ausstellung

Achim Raven: Die Wahrheit

01. bis 10. April 2022, Eröffnung am 01. April um 19 Uhr

Der Schriftsteller Achim Raven stellt eine Serie von Fotomontagen vor, die die Fragwürdigkeit und unfreiwillige Komik verkündeter Wahrheiten thematisiert.

Öffnungszeiten:
Mo. Mi. Do. Sa. 17-19 Uhr
So. 15-17 Uhr
und auf Anfrage

ausstellung

Aus meinen Tag- und Nachtübungen

Aquarelle, Skizzen, Tuschzeichnungen von Uwe Piel

30.04. bis 08.05. 2022

Eröffnung 29.4.22 um 20 Uhr
Uwe Piel: „Wortbilder“
Lara Schumann: „Audiowerk“

Uwe Piel: Geboren an der holsteinischen Ostseeküste,

Studium von Philosophie, Geschichte, deutscher Literatur und Kunstgeschichte an der Hochschule in Aachen,

Studium der freien Kunst bei Joseph Beuys an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler, künstlerische Arbeit mit Eltern, Kindern, Jugendlichen und Strafentlassenen in Krefeld, Duisburg, Essen und Düsseldorf,

Ausstellungen in Aachen, Rees, Düsseldorf, Kopenhagen, Frankfurt, Kassel und Moskau.

Uwe Piel lebt und arbeitet in Düsseldorf.
www.uwepiel.com – Tel. 0176 95453680

Lara Schumann lebt und arbeitet.
www.laraschumann.de

Öffnungszeiten: Mi, Fr, So 16-20 Uhr

ausstellung

Vor dem Begriff

Fotografien in Schwarz-Weiß

13.-15. Mai 2022, Eröffnung am Freitag, 13. Mai um 19 Uhr

Die Austellung „Vor dem Begriff“ bietet einen Blick durch das „Le Wasistdas“ und öffnet die Sicht auf das Mögliche, was vor der Erfahrung steht. Im französisch sprechenden Belgien heißt das Guckloch an der Haustüre „Le Vasistas“!

Mit Arbeiten von:

Inken Boje
Terry Buchholz
Carlota Carbonell Valero
Andrea Dietrich
Mechthild Hagemann
Bernard Langerock
Markus Mußinghoff

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag von 12 bis 20 Uhr

Wir möchten auch hinweisen auf die zeitgleiche Veranstaltung des unmittelbar benachbartenen und befreundeten Kunstraums Impro97:

Photo+ im Impro97

13.-15.05 2022

Eröffnung am Freitag um 19 Uhr
Matinée am Sonntag um 14 Uhr
geöffnet am Samstag und Sonntag von 12 bis 20 Uhr

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