Veranstaltungsankündigungen

 

Sofern nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Vereinsräumen an der Birken­straße 97 in Düsseldorf-Flingern statt.

Montagsgespräch

Alle 14 Tage um 19 Uhr

Alle Termine im ersten Halbjahr:

  • 07. und 21. Januar
  • 04. und 18. Februar
  • 11. und 25. März
  • 08. und 29. April
  • 13. und 27. Mai
  • 17. Juni
  • 01., 15. und 29. Juli
  • 12. und 26. August
  • 09. und 23. September
  • 07. und 21. Oktober
  • 04. und 18. November
  • 02. und 16. Dezember

Z W E I

Eine onomato Reihe 2019/2020

Kuratiert von Christoph Korn und Katharina Mayer.

Joachim Rüsenberg, 1951- 2016, war Filmemacher und nannte sich später Tonfänger. Er war Mitbegründer des onomato künstlervereins, den er mit seinen „Akustischen Projektionen“ prägte.

Mit der Reihe ZWEI möchten wir das überschaubare, mobile Joachim Rüsenberg Archiv einweihen und in einen öffentlichen Gebrauch überführen.

Jeder Abend konfrontiert und collagiert eine je ausgewählte künstlerische Position aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Klang etc. Mit einem Werk aus dem Joachim Rüsenberg Archiv.

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe und zum 20 jährigen Bestehen des onomato künstlervereins entsteht das RADIX Künstlerbuch „Und schmilzt so schön, mein wachsendes Archiv“, Im Verlag Radix Künstlerbuch+Edition.


5.11. Elisabeth Luchesi
3.12. Irene Kurka
7.1. Erwin Michelberger
4.2. Michael Rüsenberg
3.3. Claas Morgenroth
7.4. Wolfgang Schliemann
5.5. Miu
2.6. Frauke Tomczak

Reihe Z W E I

Bilder-Zeiten

Elisabeth Luchesi | Joachim Rüsenberg

Dienstag, 05.11.2019 19 Uhr

Im Austausch mit Joachim Rüsenberg wurde immer wieder deutlich, dass aus akustischen Impulsen Bilder entstehen können und – umgekehrt –  aus Bildern akustische Verläufe. Am deutlichsten sind die rhythmischen, körperlich spürbaren Impulse. Dann ist da aber auch das Atmosphärische, das Erspüren der räumlichen Umgebung. Das Taktile verbindet sich buchstäblich mit dem Takt, der Taktung. Last not least fällt der „Tonfall“ ins Gewicht – er erinnert zuweilen an einen „Akzent“ (das „Beitönen“) und stellt damit auch eine Verbindung zum Sprachlichen her.

Das Akustische wird in einem zeitlichen Verlauf wahrnehmbar. Ein Bild kann „auf einen Blick“ gesehen werden. Damit spielt die 2-minütige Skizzenprojektion TICKTACK von Elisabeth Luchesi, der eine akustische Aufnahme aus dem Soundarchiv von Joachim Rüsenberg unterlegt ist.
Bei der Audioperformance NACHRICHTEN FÜR SEELEUTE von Joachim Rüsenberg wird man nach und nach Zeuge einer Ortung.

Elisabeth Luchesi: Texte und Skizzen
Joachim Rüsenberg: „Nachrichten für Seeleute“

onomato – ausstellung

x dimension

09. – 17.11.2019 – Eröffnung am 08.11.  19 Uhr

als einer der wenigen off-räume düsseldorfs widmet sich der künstlerverein onomato kontinuierlich der darstellung aktueller medienkunst. so auch anlässlich der digitale mit der ausstellung „x dimension“.

sie zeigt folgende werkgruppen, die sich gegenseitig überlagern und damit das thema der digitale formal aufgreifen:

 

> „clash“, eine wandinstallation als gemeinschaftsarbeit von elisabeth mühlen, thomas seidel und norbert kraus (grafik,computeranimation und soundkomposition).

> „fehlklang“, eine installation des konzeptkünstlers miu.

> „lucky, the snake-head-woman und caerdydd“, eine grafik von dieter krüll.

zur eröffnung präsentiert thomas seidel sein neues elektro-akustisches werk.

thomas seidel: soundkünstler und komponist, lebt und abeitet in viersen
 
elisabeth mühlen: * 1959, 1977-1986 studium an der kunstakademie düsseldorf, lebt und arbeitet in düsseldorf.
 
miu (ryutaro mimura): * 1976 in shimane, japan, er studierte sonologie und elektronische Musik am kunitachi college of music (tokio) und am koninklijk conservatorium (den haag). Seit 2001 ist er als freischaffender künstler tätig und gab zahlreiche performances, konzerte und ausstellungen im in- und ausland. miu lebt und arbeitet in düsseldorf.
 
norbert kraus: * 1957 in aachen, studium an der kunstakademie düsseldorf, meisterschüler bei erwin heerich, lebt und arbeitet in düsseldorf.
 
dieter krüll: * 1949 in wiesbaden, studium an der folkwangschule essen-werden, studium der orientalistik an der universität bochum, seit 1975 selbstständig als zeichner und autor, lebt in düsseldorf.


öffnungszeiten: sa-so 15:00 -18:00, di-fr 16:00 -18:00, sa 16.11. 16:00 – 22:00

diese ausstellung steht im Rahmen der digitale düsseldorf

Die Haussmannisierung von Paris
Ein radikaler Stadtumbau in 17 Jahren

Bildvortrag von Thomas Brandt

Dienstag, 19.11.2019 19 Uhr

Georges Georges-Eugène Haussmann machte in nur 17 Jahren aus einem Paris voller „Kloaken“ und „nomadisierender Horden“, wie er gerne zu sagen pflegte, eine Stadt der besseren Bürger, einen Inbegriff des Fortschritts und von staatlicher Macht.

Er tat dies in autokratischer Weise, hauptsächlich vom Schreibtisch aus, ließ die seit dem Mittelalter gewachsenen alten Viertel schleifen und errichtete schnurgerade Boulevards, die von ein und demselben Häusertyp gesäumt wurden. Er legte Parks an, sorgte für ausreichend frisches Trinkwasser und eine erstklassige Kanalisation. Alles, um dem Traum Kaiser Napoleons III. von einer Metropole zu erfüllen, die die ganze Welt bewundern sollte, mit Eisenbahnlinien, die aus allen Richtungen in dieser Schaltstelle der Macht zusammenliefen.

Für Haussmann persönlich jedoch bedeutete der Stadtumbau die Durchsetzung abstrakter von ihm angebeteter Qualitäten wie Ordnung, Klarheit, Luft, Licht, Sauberkeit und Hygiene.

Der Vortrag schildert die Persönlichkeit Haussmanns, die Rahmenbedingungen seiner großen Macht, die Schritte, die er zum Umbau von Paris unternahm, aber auch sein Scheitern.

onomato – ausstellung

sic transit

Irina Matthes

21.11 – 01.12.2019 – Eröffnung am 23.11.  19 Uhr

„Der Prinz, der in sich nicht weniger als alles ist, weiss auch, dass er in sich nichts ist. Er gelangt zu diesem Nichts auf dem Meer, und er kehrt […] als Nihilist oder als Quietist zurück: Der Rest ist Schweigen.
Was nicht erlischt, sondern dauert, ist der einzigartige Wert der, wie man auch sagen könnte, kanonisch sublimen Persönlichkeit Hamlets.“
aus: Harold Bloom: Shakespeare, Die Erfindung des Menschlichen

Im Roman „Butcher’s Crossing“ kommt der Romanheld gegen Ende ins Nachdenken. Er sieht den Büffel, der eben noch „stolz, edel und voller Lebenswürde gewesen war“, wie er gehäutet und ausgeweidet am Haken hängt, „ein Haufen lebloses Fleisch, nur ein bloßes Etwas, das auf groteske, spöttische Weise vor ihm baumelte.“ Der Held begreift, dass die Idee, er könnte in der Wildnis zu sich selbst finden, Ausdruck seiner eigenen Eitelkeit war.

Reihe Z W E I

Konzert für Stimme Solo

Irene Kurka | Joachim Rüsenberg

Dienstag, 03.12.2019 19 Uhr

In der zeitgenössischen Musik ist Irene Kurka eine international gefragte Sängerin im Konzert und auf der Bühne. Mittlerweile hat sie über 220 Uraufführungen gesungen, nicht zuletzt für CD- und Rundfunkaufnahmen. Seit 2009 beschäftigt sich Irene Kurka intensiv mit dem Repertoire für Stimme Solo. Im Onomato wird Irene Kurka folgende Kompositionen für Stimme Solo realisieren:

Thomas Stiegler: Treibgut IV (2011)
Antoine Beuger: un lieu pour faire sonner l’éternité (2014)
Martin Wistinghausen: Lamentationes (2018)
Mia Schmidt: Notte (2018)
Stefan Lienenkämper: softer than the dew für Sopran und Objekte (2016)

Cristiana Cott-Negoescu

Werkgespräch

Freitag, 13.12.2019 19 Uhr

Cristiana Cott Negoescu is a multimedia artist, or better said, a conceptographer. Her main point of focus is performance art, followed by video, installation and photography.

She concentrates her attention on social-political-spiritual matters, giving them a context in live or recorded actions. Through these artistic actions, she is giving examples of pondering concerns that she has experienced directly, or through other people.

Reihe Z W E I

„Du weißt ja dass ich das sonst nie mache.“
„Nähe und Wahrhaftigkeit in der Film-Kunst.“

Erwin Michelberger | Joachim Rüsenberg

Dienstag, 07.01.2020 19 Uhr

Ein Versuch über den Mut zur Wahrheit, der vor keinem Risiko zurückschrecken darf.

Andenken an Joachim Rüsenberg. Im Kino gewesen. Nicht geweint.
Es müsste die Armee von Film­förderungs­regisseuren, und Primetime­söldnern, haltlosen Unter­haltungs­künstlern, Selbst­ver­herr­li­chungs-(schau)-spielern, kriechenden Debütanten und Hollywood­vasallen vor das Grab Robert Bressons ziehen, das stumme Andenken dieses Heiligen für ihr lautes Dasein um Verzeihung bitten und hierauf einen solidarischen leiblichen Selbstmord auf dem angezündeten Stoß ihrer schmutzigen Textseiten, Drehbücher, Faxrollen und Tastaturen unternehmen.

Erwin Michelberger. Studium an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.
Seit 1980 Arbeit als Autor, Regisseur und Filmemacher.
www.michelberger-film.de

 

 

 Archiv