Veranstaltungsankündigungen

 

Sofern nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Vereinsräumen an der Birken­straße 97 in Düsseldorf-Flingern statt.

Montagsgespräch

Alle 14 Tage um 19 Uhr

Alle Termine im ersten Halbjahr:

  • 07. und 21. Januar
  • 04. und 18. Februar
  • 11. und 25. März
  • 08. und 29. April
  • 13. und 27. Mai
  • 17. Juni
  • 01., 15. und 29. Juli
  • 12. und 26. August
  • 09. und 23. September
  • 07. und 21. Oktober
  • 04. und 18. November
  • 02. und 16. Dezember

100 Jahre Bauhaus

Kampf um Form
Walter Kaesbach und Paul Schultze-Naumburg im kulturellen Spannungsfeld der Weimarer Republik

Bildvortrag von Thomas Brandt

Dienstag, 17.09.2019 19 Uhr

1930 ließ sich der damalige Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie in Lohausen ein kubisches Haus bauen. Seit 1924 führte er das Institut in die Moderne, berief namhafte Lehrer wie den Bildhauer Ewald Mataré und die Maler Paul Klee und Heinrich Campendonk. Er führte Studienfächer wie Städtebau, Garten- und Bühnenkunst sowie Werbung ein und erfand den sich noch heute großer Beliebtheit erfreuenden „Rundgang“.

1933 wurde er von den Nationalsozialisten zwangspensioniert, verkaufte sein Haus und zog an den Bodensee. Im Stil des „Neuen Bauens“ ließ sich Walter Kaesbach sein Haus errichten. Der Vortrag „Kampf um Form“ fragt im Jubiläumsjahr des „bauhauses“ nach den Haltungen, die hinter den Formen
standen – bei denen, die als „entartet“ beschimpft wurden, wie auch bei denen, die davon überzeugt waren, sich „artgerecht“ zu verhalten.

Dazu stellt er Walter Kaesbach das Leben und Werk des Publizisten, Gestalters und Architekten Paul Schultze-Naumburg gegenüber, der sich als Traditionalist im Verlauf der 1920er Jahre zu einem erbitterten Gegner der Moderne entwickelte und sich schließlich, im festen Glauben, sein Volk vor dem Untergang retten zu müssen, den Nationalsozialisten anschloß.

ausstellung

Archonauten – Speichern und Spur

21.09. – 06.10.2019
Eröffnung am 20.09. – Freitagabend der Off-Räume

Foto: Bernard LangerockAm „Off-Raum-Freitag“ der kunstpunkte eröffnen wir eine Ausstellung, die im Rahmen unserer „Mon­tags­ge­sprä­che“ entwickelt wurde. Thema ist die Bedeutung von Künstlerarchiven als Hybridisierungung von ästhetischer Präsentation und wissenschaftlicher Dokumentation.

Archive ermöglichen den systematischen Zugriff auf Kunstwerke (z.B. das Deutsche Literaturarchiv in Marbach), Künstlerarchive können selbst Gegenstand musealer Präsentation sein (z.B. Berlinische Galerie) und nicht zuletzt kann das Künstlerarchiv eine eigene Kunstform sein. Die Ausstellung zeigt die produktive Auseinandersetzung der beteiligten Künstlerinnen und Künstler mit den Konzepten des Archivs.

Die Objekte, Installationen, Skulpturen, Gemälde, Fotos, Videos und Klangkunstwerke stammen von:

Terry Buchholz, Andrea Dietrich , Harald Feyen, Angelika Fojtuch, Rolf Hucke, Bernard Langerock, Elisabeth Luchesi, Christian Lüttgen, Markus Mußinghoff, Achim Raven, Joachim Rüsenberg, Frauke Tomczak, Christiane Tyrell, Bernadett Wiethoff, Kurush Zinsel.

Buchvorstellung: Im letzten Jahr wurde zum ersten Mal aus den Montagsgesprächen eine Ausstellung konzipiert. Anlass war die Ästhetik Franz Kafkas: „Das Naturtheater von Oklahoma Eine Ausstellung zum Schlusskapitel von Franz Kafkas Amerika-Roman“ Die Dokumentation dieser Ausstellung erscheint zu den diesjährigen kunstpunkten in Buchform. (125 Seiten, 20,-€) Ermöglicht wurde das Projekt u.a. durch die Unterstützung durch die Stadt Düsseldorf.

20.09. 18:30 Uhr: Ausstellungseröffnung

Öffnungszeiten: Sa. und So. 15:00 bis 19:30 Uhr
27.09. + 4.10.: 18:00 bis 21:00 Uhr

literatur

Niklas Stiller – Werkstattgespräch

Niklas Stiller spricht mit Achim Raven über seinen neuen Roman

Mittwoch, 08.10.2019  20 Uhr

Der Düsseldorfer Schriftsteller Niklas Stiller veröffentlichte in großen Verlagen (Rowohlt-Verlag, Cäcilie-Dressler-Verlag, Otto-Maier-Ravensburg) und in kleinen Verlagen (Literarischer Verlag Helmut Braun, Grupello-Verlag, Edition Biograph, edition virgines) und schrieb für‘s Fernsehen und auch für den ‚Spiegel‘. Mit dem Roman „Landstraße“ legt er nun wieder eine größere Prosaarbeit vor. In den Jahren der Entstehung dieses Romans standen Niklas Stiller und Achim Raven in regem Austauch über das Manuskript. Dieses Werkstattgespräch setzt diesen Austausch fort.

Der Protagonist Janni, ein Düsseldorfer Gymnasiast, ist im Jahr 1995 verwickelt in wahrhaftig wirkende innere Kämpfe und Suchvorgänge zu historisch belegten Tatsachen über die NS-Zeit in seiner Heimatstadt, die auch seine Familie betreffen. Sie führen ihn in eine andere Weltsicht und dienen damit seiner Selbstfindung. Der Roman ist angereichert mit viel anschaulichem und die Glaubwürdigkeit von Jannis Bemühen unterstreichendem Lokalkolorit sowie seinem Jugendalter entsprechenden pittoresken Szenen aus Schule, Freundschaft und Liebesversuchen. Seine Zweifel, dargestellt in inneren Monologen und teils extremen Selbstversuchen, werden besonders eindrücklich geschildert.

Landstraße Vorabausgabe NSt 2019, 199 nummerierte und signierte Exemplare im Vertrieb von edition virgines,
ISBN 978-3-948229-05-4, 28,00 €

onomato – ausstellung

digital overload

08. – 17.11.2019 – Eröffnung am 08.11.  19 Uhr


Demnächst können Sie hier mehr erfahren 😉

 

 

Diese Ausstellung steht im Rahmen der digitale düsseldorf

Die Haussmannisierung von Paris
Ein radikaler Stadtumbau in 17 Jahren

Bildvortrag von Thomas Brandt

Dienstag, 19.11.2019 19 Uhr

Georges Georges-Eugène Haussmann machte in nur 17 Jahren aus einem Paris voller „Kloaken“ und „nomadisierender Horden“, wie er gerne zu sagen pflegte, eine Stadt der besseren Bürger, einen Inbegriff des Fortschritts und von staatlicher Macht.

Er tat dies in autokratischer Weise, hauptsächlich vom Schreibtisch aus, ließ die seit dem Mittelalter gewachsenen alten Viertel schleifen und errichtete schnurgerade Boulevards, die von ein und demselben Häusertyp gesäumt wurden. Er legte Parks an, sorgte für ausreichend frisches Trinkwasser und eine erstklassige Kanalisation. Alles, um dem Traum Kaiser Napoleons III. von einer Metropole zu erfüllen, die die ganze Welt bewundern sollte, mit Eisenbahnlinien, die aus allen Richtungen in dieser Schaltstelle der Macht zusammenliefen.

Für Haussmann persönlich jedoch bedeutete der Stadtumbau die Durchsetzung abstrakter von ihm angebeteter Qualitäten wie Ordnung, Klarheit, Luft, Licht, Sauberkeit und Hygiene.

Der Vortrag schildert die Persönlichkeit Haussmanns, die Rahmenbedingungen seiner großen Macht, die Schritte, die er zum Umbau von Paris unternahm, aber auch sein Scheitern.

onomato – ausstellung

sic transit

Irina Matthes

21.11 – 01.12.2019 – Eröffnung am 23.11.  19 Uhr

„Der Prinz, der in sich nicht weniger als alles ist, weiss auch, dass er in sich nichts ist. Er gelangt zu diesem Nichts auf dem Meer, und er kehrt […] als Nihilist oder als Quietist zurück: Der Rest ist Schweigen.
Was nicht erlischt, sondern dauert, ist der einzigartige Wert der, wie man auch sagen könnte, kanonisch sublimen Persönlichkeit Hamlets.“
aus: Harold Bloom: Shakespeare, Die Erfindung des Menschlichen

Im Roman „Butcher’s Crossing“ kommt der Romanheld gegen Ende ins Nachdenken. Er sieht den Büffel, der eben noch „stolz, edel und voller Lebenswürde gewesen war“, wie er gehäutet und ausgeweidet am Haken hängt, „ein Haufen lebloses Fleisch, nur ein bloßes Etwas, das auf groteske, spöttische Weise vor ihm baumelte.“ Der Held begreift, dass die Idee, er könnte in der Wildnis zu sich selbst finden, Ausdruck seiner eigenen Eitelkeit war.

Cristiana Cott-Negoescu

Werkgespräch

Freitag, 13.12.2019 19 Uhr

Cristiana Cott Negoescu is a multimedia artist, or better said, a conceptographer. Her main point of focus is performance art, followed by video, installation and photography.

She concentrates her attention on social-political-spiritual matters, giving them a context in live or recorded actions. Through these artistic actions,  she is giving examples of pondering concerns that she has experienced directly, or through other people.

Z W E I

Eine onomato Reihe 2019/2020

Joachim Rüsenberg, 1951- 2016, war Filmemacher und nannte sich später Tonfänger. Er war Mitbegründer des onomato künstlervereins, den er mit seinen „Akustischen Projektionen“ prägte.

Mit der Reihe ZWEI möchten wir das überschaubare, mobile Joachim Rüsenberg Archiv einweihen und in einen öffentlichen Gebrauch überführen.

Jeder Abend konfrontiert und collagiert eine je ausgewählte künstlerische Position aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Klang etc. Mit einem Werk aus dem Joachim Rüsenberg Archiv.

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe und zum 20 jährigen Bestehen des onomato künstlervereins entsteht das RADIX Künstlerbuch „Und schmilzt so schön, mein wachsendes Archiv“, Im Verlag Radix Künstlerbuch+Edition.

 

 

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