Veranstaltungsankündigungen

 

Aus gegebenen Anlass: Alle Termine bis Ende April sind verschoben auf unbekannt, alle Termine danach stehen bis auf Weiteres unter Corona-Vorbehalt.

Sofern nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Vereinsräumen an der Birken­straße 97 in Düsseldorf-Flingern statt.

Montagsgespräch

Alle 14 Tage um 19 Uhr

Alle Termine in diesem Jahr:

  • 13. und 27. Januar
  • 10. und 24. Februar
  • 09. März
  • 06. und 20. April
  • 04. und 18. Mai
  • 01., 15. und 29. Juni
  • 13. und 27. Juli
  • 10. und 24. August
  • 07. und 21. September
  • 05. und 19. Oktober
  • 02., 16. und 30. November
  • 14. und 28. Dezember

Tengiz

Filmisches Künstlerportrait von Andrea Isa und Charly Müller

Freitag, 13.03.2020  19:00 Uhr

Wir lernten Tengiz kennen, als er durch Flingern streifte und kleine Bilderpäckchen bei sich trug, die er zum Verkauf anbot oder verschenkte. Immer wieder suchte er das Gespräch mit Künstlern und besuchte unsere Galerien.

In Georgien aufgewachsen studierte und lehrte Tengiz Philologie und war als Dichter und Schriftsteller tätig.

Im Alter von 26 Jahren musste er das Land aus politischen Gründen verlassen und kam nach Deutschland, wo er Asyl beantragte; seitdem wohnt er in Düsseldorf und studierte Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Heinrich-Heine Universität. Aus gesundheitlichen Gründen mußte er sein Studium abbrechen und begann zu malen.

In den vergangenen Jahren entstand eine große Anzahl von Aquarellen, von denen er teilweise Farbkopien macht.

Sein bildnerisches Thema, so sagt er, sei die Natur und der atmosphärische Raum, der alles Lebendige beinhaltet.

In seinen Aufzeichnungen und den Gesprächen, die wir mit ihm führten, betonte er seine früheren Existenzen als Raphael, Weltschöpfer, J. Brahms, J. Gris, J. Haydn, Homer, Karl der Große, sowie der Musiker Sting.

Neben den Aquarellen existieren handschriftlich fixierte Gedanken zu seinen Werken, aber auch zu seinem Umfeld.

Im Anschluss an die Filmaufführung: Künstlergespräch mit Tengiz und den Film-Autor:inn:en.

Reihe Z W E I

Altes und Noise für Perkussion Solo

Wolfgang Schliemann | Joachim Rüsenberg

Verschoben – neuer Termin wird noch bekannt gegeben

Jeder Abend der Reihe ZWEI konfrontiert und collagiert eine je ausgewählte künstlerische Ausdrucksweise aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Klang etc. Mit einem Werk aus dem Joachim Rüsenberg Archiv. Diesmal zu Gast ist der Percussionsit Wolfgang Schliemann:

Der Musiker Wolfgang Schliemann, Wiesbaden, bewegt sich in den Bereichen Neue/Improvisierte Musik/Performance/Klangkunst, bevorzugt mit Ortsbezug und synästhetischer Ausrichtung. Er betreibt die Kunst des Schlagzeugspiels als fortgesetztes Projekt erweiterter Möglichkeiten. Seine radikale Spielauffassung schlägt sich in der Praxis vorwiegend freier Improvisation nieder. Demgegenüber stehen medienübergreifende Projekte unterschiedlicher Präsentationsformen – Aufführungen wie Installationen – mit einem sich ständig verändernden Fundus von Instrumenten und Klangobjekten.

Als Solist und Mitglied etlicher improvisierender Ensembles ist er auf zahlreichen CD-Veröffentlichungen sowie in Konzerten mit Musiker*innen der europäischen Szene zu hören; Mitinitiator von ARTist – Musik zur Zeit, des HumaNoise congress – Tage zeitgenössischer Improvisierter Musik Wiesbaden und der Landesarbeitsgemeinschaft Improvisierte Musik Hessen sowie Mitglied mehrerer sich überregional vernetzender Organisationen.
Zudem langjährige Tätigkeit als Instrumentallehrer, Dozent für Gruppenimprovisation in Kursen/Workshops sowie als Kurator.

Joachim Rüsenberg, 1951- 2016, war Filmemacher und nannte sich später Tonfänger. Er war Mitbegründer des onomato Künstlervereins Düsseldorf, den er mit seinen „Akustischen Projektionen“ prägte. Mit der Reihe ZWEI möchten wird das 2019 eingeweihte Joachim Rüsenberg Archiv in einen öffentlichen Gebrauch überführen.

Achim Raven: Fehlgänge

Werkgespräch

Donnerstag, 30.04.2020 19 Uhr

Die beiden Seiten des Möbiusbandes: Das flüchtige Unbestimmte ist nicht wegdefinierbar, aber es ist nie das, was es scheint. Doch auch den Leuchttürmen ist zu misstrauen. Je heller ihr Licht, desto verschlingender die Schatten.

Achim Raven: geboren 1952 in Düsseldorf, veröffentlicht seit 1984 Lyrik, Prosa und Essays, bis 2015 unter dem Pseudonym Ferdinand Scholz, seither unter seinem richtigen Namen.

Gesprächsleitung: Michael Serrer

Eine Kooperation des onomato künstlervereins mit dem Literaturbüro NRW

Reihe Z W E I

Wettermaschine von Heute

miu | Joachim Rüsenberg

Dienstag, 05.05.2020 19 Uhr

Jeder Abend der Reihe ZWEI konfrontiert und collagiert eine je ausgewählte künstlerische Ausdrucksweise aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Klang etc. Mit einem Werk aus dem Joachim Rüsenberg Archiv. Diesmal zu Gast ist der Musiker und Künstler miu (Ryutaro Mimura) mit einem konzertanten Beitrag:

mius Arbeiten sind geprägt durch verschiedene interkulturelle und interdisziplinäre Erfahrungen. Japan, sein Heimatland, ist ihm dadurch unter der Hand zu einem fiktiven und imaginären Gebiet geworden, nicht fremd und doch kein Zuhause. Vor diesem Hintergrund interessiert ihn die Entwicklung eines Geschehens, die sich zwischen Realität, Fiktion und Erscheinung bewegt.

miu (Ryutaro Mimura): geboren 1976 in Japan, arbeitet als Konzeptkünstler, Klangkünstler und Performer. Studium der Sonologie und elektronischen Musik am Kunitachi College of Music (Tokyo) und am Koninklijk Conservatorium (Den Haag). Nach Stationen in Den Haag, London, Bochum und Ulm lebt und arbeitet er seit fünf Jahren in Düsseldorf. milch-labor.com

Joachim Rüsenberg, 1951- 2016, war Filmemacher und nannte sich später Tonfänger. Er war Mitbegründer des onomato Künstlervereins Düsseldorf, den er mit seinen „Akustischen Projektionen“ prägte. Mit der Reihe ZWEI möchten wird das 2019 eingeweihte Joachim Rüsenberg Archiv in einen öffentlichen Gebrauch überführen.

ausstellung

BLICKDICHT

16 Beiträge zur Gesichtserkennung

11.-21.06.2020, Vernissage am Mittwoch 10.06. um 19 Uhr

Die Künstler*innen richten ihre Blicke auf das Modell und verdichten und intensivieren in einem langwierigen Prozess ihre Aufmerksamkeit, um ihr Gegenüber in seiner Ganzheit zu erkennen. Facetten und minimale Veränderungen im Ausdruck werden so wahrgenommen, und setzen den zahlreichen, durch schnelle, mediale Kamerablicke entstandenen Bildern, ein durch Kommunikation entstandenes Abbild entgegen. So setzen die Künster*innen ein Statement zum aktuellen Diskurs über Gesichtserekennung und Datenerhebung im Kontext des Portraits als traditionellem Abbild einer Persönlichkeit.

Mit Arbeiten von:

Alexia Krauthäuser, Almyra Weigel, Andrea Dietrich, Annette Wirtz, Beata Glombik, Claudina Hoff ter Heide, Edith Oellers, Gesche Heumann, Hannah Feigl, Jürgen Mester, Katharina von Koschembahr, Katrin Roeber, Klaus Sievers, Michael Falkenstein, Petra Fröning, Stefan Schwarzmüller

Öffnungszeiten:
Do. Fr. Sa. So. jeweils 15 bis 18 Uhr

„Wirklichkeitskonstruktion als angewandte Methode“

Ein Werkgespräch mit Michael Kurzwelly

Voraussichtlich Sommer 2020

Michael Kurzwelly studierte Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Er ging 1990 nach Poznań in Polen und gründete dort ein internationales Kunstzentrum. Seit 1998 lebt er in Frankfurt / Oder, wo er von 2004 bis 2018 einen Lehrauftrag an der Europa-Universität Viadrina wahrnahm.

Internationale Beachtung fand er mit dem Projekt Słubfurt, das seit 1999 die an der deutsch-polnischen Grenze gelegenen Städte Frankfurt / Oder und Słubice zu einer gemeinsamen Stadt nicht nur zusammendenkt („an der Grenze zweier Länder, die es nicht gibt“), sondern als andauerndes Experiment lebt. Dafür erhielt er 2019 das Bundesverdienstkreuz am Bande
Michael Kurzwelly ist Aktionskünstler. Er beschreibt seine Arbeitsweise wie folgt:

“Einer Raumumordnung geht eine Raumumdeutung voraus. Um diese Art des künstlerischen Eingriffs zu beschreiben, benutze ich den Begriff “Angewandte Kunst”. Ich verstehe ihn als Beschreibung einer künstlerischen Strategie, die gesellschaftliche Probleme fokussiert, in sie eingreift und sie in eine andere Wirklichkeitskonstruktion transzendiert.“

Eingeladen und moderiert von Terry Buchholz

 

 

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