Veranstaltungsankündigungen

Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, in den Räumen des onomato-künstlervereins e.V., Birkenstrasse 97, 40233 Düsseldorf statt. Aufgrund der andauernden Pandemie können sich Ändereung ergeben. Diese Seite wird laufend aktualisiert.
 

Montagsgespräch

Alle 14 Tage um 19 Uhr im onomato – theoretisch

Aufgrund der Corona-Verordnungen trifft sich die Montagsgruppe bis auf weiteres online. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen, Zugangsdaten bitte erfragen.

ausstellung

321–2021: 1700 Jahre
jüdisches Leben in Deutschland

Der Engel der Geschichte
zurück ins zukünftige

Deutsch-Israelische Künstlerbegegnung
Hagar und Yaacov Hefetz, Terry Buchholz, Markus Mußinghoff

16. – 25. Juli 2021
Eröffnung am Freitag, 16. Juli 21 um 18:00 Uhr
Werkgespräch/Performance am Dienstag, 20.Juli um 19:00 Uhr

Der onomato-künstlerverein lädt anlässlich des Festjahres „1700 Jahre jüdisch- deutsches Leben“ das Künstlerpaar Hagar und Yaacov Hevetz aus Haifa, Israel zu einem Workshop, Gesprächen und dem Aufbau einer gemeinsamen Ausstellung, mit dem Künstlerpaar Markus Mußinghoff und Terry Buchholz nach Düsseldorf ein.

Während einer Recherche-Reise an die Mosel – und zur gleichen Zeit in Israel zum Kibbutz Eilon – gingen Hagar Hefetz und Terry Buchholz ihren familiären Wurzeln und ihren Erinnerungen nach. In Beilstein an der Mosel gab es seit 1309 eine jüdische Gemeinde. Buchholz und Mußinghoff besuchten das jüdische Viertel und die Synagoge. Sie trafen den Historiker und Soziologen Rainer Vitz zum Gespräch und Austausch von Geschichten jüdischen Lebens an der Mosel und im Ort. Währenddessen verfolgten Hagar und Yaacov Hefetz gemeinsam mit Hagars Geschwistern in Israel filmisch die Spuren und Erinnerungen ihrer Familie, der Familie Treidel, ihrer Mutter Gerda, die von ihrem Heimatort Alf/Mosel in den Naziwirren fliehen musste und viele Familienmitglieder im Holocaust verlor.

Der künstlerische Werdegang von Terry Buchholz und Markus Mußinghoff hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals an verschiedenen Orten mit dem von Yaakov Hefetz gekreuzt. So kam es zu gemeinsamen Teilnahmen an internationalen Ausstellungen und Projekten. Themen und Motive führten unabhängig voneinander zu verwandten Aus- drucksformen und Motiven, die jetzt in ein gemeinsames Projekt münden.

Wie kaum ein anderer israelischer Künstler hat Yaakov Hefetz, 1946 geboren, in seiner künstlerischen Arbeit die gesellschaftlichen Entwicklungen, Umbrüche und Strömungen in seinem Land künstlerisch reflektiert und bearbeitet: Dazu gehören große Rauminstal- lationen, Performances und Filme, Zeichnungen und Texte. Immer wieder kommt es zu Kooperationen mit seiner Frau Hagar Hefetz, die Motivik und Bilder im Umfeld von Yaakov´s Arbeiten in zeitgenössische Mosaike umsetzt.

Der Arbeitstitel „Engel der Geschichte“ bezieht sich auf Walter Benjamins geschichts- philosophischen Aufsatz „Über den Begriff der Geschichte“. In Paul Klees Bild „Angelus Novus“ (Israel-Museum, Jerusalem) identifiziert er den Engel der Geschichte, der im Rückblick auf die Vergangenheit die Verwüstungen der Gegenwart heilen will, aber von einem Sturm vom Paradies her in die Zukunft geweht wird. In diesem Bild verbindet Benjamin die materialistische Geschichtstheorie mit dem jüdischen Messianismus.

Der Kuratorin Terry Buchholz ist daran gelegen, diesen Zusammenhang herzustellen und das Augenmerk darauf zu richten, dass bei allen Diskursen und Verwerfungen innerhalb der Gesellschaften, die Gestaltungskraft, die Sehnsucht der Menschen nach Versöhnung mit ihrem Leben und ihrer Verortung, die unkonventionelle Sprache der Kunst selbst, der verbindende „Engel“ zwischen den Menschen ist oder sein kann.

Es ist den beteiligten KünstlerInnen gelungen die schwierige Zeit der Corona- Epidemie durch engagierte und beharrliche Zusammenarbeit zu füllen. Das Onomato freut sich, zum Anlass des Projektes „Engel der Geschichte“ den Gastkünstler Yaacov Hefetz zu Gesprächen und neuen Arbeiten vor Ort begrüßen zu dürfen. Unsere Gedanken sind bei Hagar Hefetz, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bei uns in Düsseldorf sein kann. Ihre Arbeit wird in der Ausstellung durch Fotos, dem Film „Familie Treidel – Die zweite Generation in Israel“ und ihre Mosaike vertreten sein.

Öffnungszeiten: Sa./So von 14:00 – 19:00 Uhr,
unter der Woche nach Vereinbarung: 0211-73 70 345

Gefördert durch:
321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

TACTO: Traces of the future

Kunstprojekt von Paula Pedraza

06. – 15. August 2021

TACTO engages in future ways to imagine the technology of care, also leads to questions of human relations within other entities, how it shapes the way we perceive ourselves and how this perception frames the way we approach practices of care. This is highly important given to the socio-political conditions of the present world, it is about the connection we make with other humans, humanoids, and our surroundings from the fundamental inquiry of care, it is being prepared for the contingency and the challenges that future times will bring.

Art practices and spaces bring universal forms to engage and communicate from local places. It confronts and brings this understanding of care in the fast speed, blurred selves, and the daily basis practices of inhabitants of our current societies.

A detailed project description can be found here: Paula_Pedraza-TACTOsummary.pdf

Born in Bogotá, Colombia Pedraza makes use of performances that allow spectators to guide their time perception into struggles, practices, and unique occasions of exhaustion, emergency, and cycles. Her projects usually involve a research-based outcome, where there is usually a publication or essay which becomes material for speculation and experimentation, to configure a solid self-standing apparition.

Songs From Unfoundland

Performance von Sylvie Norhausen und Stephen Reader

20. August 2021 um 18 Uhr

Demnächst können Sie an dieser Stelle mehr erfahren 🙂

ausstellung

Ein Gespinst aus Raum und Zeit

kunstpunkt 125

27. August – 05. September 2021, Eröffnung am Freitag 27.09. um 19 Uhr

Im Prozess der
künstlerischen Gestaltung entsteht ein eigener Zeit-Raum in einer spezifischen tragenden Atmosphäre und
eröffnet durch Konzentration und Reduktion Möglichkeiten für neue Perspektiven. Durch das
Sich-Überlassenkönnen in einen Augenblick entsteht ein besonderes Empfinden für Nähe und Ferne – ein
‘Gespinst aus Raum und Zeit‘(Walter Benjamin). Das künstlerisch Gestaltete verlangt nach einer
unvoreingenommenen, nicht aneignenden Wahrnehmung.

Terry Buchholz
Harald Feyen
Bernard Langerock
Elisabeth Luchesi
Markus Mußinghoff
Achim Raven
Frauke Tomczak
Bernadett Wiethoff
Gäste:
Andrea Dietrich
Mechtild Hagemann
Jens Stittgen
Horst Weierstall

Öffnungszeiten: Do. Fr. Sa. So. jeweils 15 bis 18 Uhr

ausstellung

321–2021: 1700 Jahre
jüdisches Leben in Deutschland

Dance With The Desert

Projektpräsentation mit Studierenden der University of Europe Berlin, der Hochschule Düsseldorf und der Bezalel University Jerusalem

01. – 10. Oktober 2021

Zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ erforschen Studierende der University of Europe für Applied Sciences Berlin, der Hochschule Düsseldorf und der Bezalel University Jerusalem mit künstlerischen und dialogischen Formaten die Diversität jüdischen Lebens in Deutschland. Das Feld der Arbeiten ist so divers, wie die am Projekt beteiligten Student*innen, ihre jüdischen Partner*innen und Gäste. Gemeinsam erforschen sie ihren Alltag, Werte, Routinen, Interessen, Familienleben, Feste und vieles mehr – dies subjektiv, freundschaftlich, teils jenseits der Sprache mit künstlerischen Mitteln wie der Fotografie, dem Film, der Installation, AR Environments und Performances. Ziel des Projektes ist, Stereotypen und eingefahrene Narrative zu meiden. Wir wünschen uns, die Erzählungen über das jüdische Leben in Deutschland offener und reichhaltiger gestalten zu können, um damit weitere Anknüpfungspunkte für zukünftiges gemeinsames Leben und Arbeiten zu finden.

Das Projekt „Dance with the Desert“ besteht aus einem Ausstellungsteil und einem Interviewprojekt. Den Ausstellungsteil repräsentiert die Website ((dance-with-the-desert.de). Ab dem 10.6. wird diese online sein und sich sukzessive mit studentischen Projekten füllen. Dabei handelt es sich um künstlerische Positionen wie auch um beteiligungsoffene Arbeiten, die in Deutschland oder aber auf der Reise der Studierenden nach Israel weitere Mitwirkende finden können.

Das Interviewprojekt wird mit dem Ü-Wagen „Paradise-Park-“ (paradise-park.de) der Hochschule Düsseldorf durchgeführt. Der Ü-Wagen wird von Ort zu Ort wandern, sich an Stellen positionieren, an denen sich jüdische Kultur und Geschichte zeigt, sich Menschen treffen, die sich für das jüdische Leben interessieren. Wir werden Gäste einladen, die ihre subjektiven Geschichten erzählen und über ihre individuellen und spezifischen Erfahrungen jüdischen Lebens in Deutschland sprechen. Entstehen soll ein Archiv aus Videoporträts, das wachsen und wandern soll- sich verändern wird, über die Orte und die Zeit. Dieses Archiv werden wir mit auf die Reise nach Israel nehmen, danach wird dies weitere Ausstellungshäuser besuchen.

Der Ü-Wagen startet Anfang Juli in Berlin, nahe des jüdischen Museums. Positioniert wird er vor der Galerie feldfünf (feldfuenf.berlin), in der parallel die ersten Exponate der Studierenden ausgestellt sein werden.


Gefördert durch:
321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

ausstellung

Mobilie

Fensterausstellung von Andreas Techler

15. – 24. Oktober 2021


Andreas Techler * 1951 in Düsseldorf

Studium der Malerei bei Gerhard Hoehme an der Kunstakademie Düsseldorf
2. Studium: Performance Art bei Stuart Brisley am University College London

Mit Materialien aus der Endphase meiner Malerei der späten 70er, aber neuen Erkenntnissen aus der Ausstellung
im Trierer Verein Junge Kunst 2019 entsteht im Zweiklang von Fülle und Leere ein neues Werk für’s Onomato
Schaufenster.

techler.org

Kuratiert von Terry Buchholz

„Wirklichkeitskonstruktion als angewandte Methode“

Ein Werkgespräch mit Michael Kurzwelly

Freitag, 19.11.2021 19 Uhr

Michael Kurzwelly
studierte Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Er ging 1990 nach
Poznań in Polen und gründete dort ein internationales Kunstzentrum. Seit 1998 lebt er in Frankfurt / Oder,
wo er von 2004 bis 2018 einen Lehrauftrag an der Europa-Universität Viadrina wahrnahm.

Internationale Beachtung fand er mit dem Projekt Słubfurt, das seit 1999 die an der deutsch-polnischen Grenze
gelegenen Städte Frankfurt / Oder und Słubice zu einer gemeinsamen Stadt nicht nur zusammendenkt („an der
Grenze zweier Länder, die es nicht gibt“), sondern als andauerndes Experiment lebt. Dafür erhielt er 2019
das Bundesverdienstkreuz am Bande
Michael Kurzwelly ist Aktionskünstler. Er beschreibt seine Arbeitsweise wie folgt:

“Einer Raumumordnung geht eine Raumumdeutung voraus. Um diese Art des künstlerischen Eingriffs
zu beschreiben, benutze ich den Begriff “Angewandte Kunst”. Ich verstehe ihn als Beschreibung einer
künstlerischen Strategie, die gesellschaftliche Probleme fokussiert, in sie eingreift und sie in eine andere
Wirklichkeitskonstruktion transzendiert.“

Eingeladen und moderiert von Terry Buchholz

Bilder der Stille und des Lichts

Ein Werkgespräch mit Karin Fröhlich

Dienstag, 30.11.2021 19 Uhr

Die Künstlerin
Karin Fröhlich erlaubt uns einen intimen Blick auf ihre Welt der Farben, der Stille und des Lichts.
Gesehenes löst sie auf in Linien, Punkte, Notationen und kaligrafische Zeichen. „Kalligrafisch“ bezieht sie
auf Schrift/Handschrift, nicht auf asiatische Schriftzeichen. 1983 hielt sie sich zu Studienzwecken ein Jahr
lang in Japan auf. Für sie ist Kunst existenziell:

Im Erleben und Handeln erschließt sich das wesenhafte menschliche Dasein. Meine Bilder sind
Erinnerungen, Wahrnehmungen, Konfrontationen mit dem Leben, mit Menschen. Sie zeigen das Verletztsein und
das Verletzen, Freude und Trauer, das Gefangensein und die Freiheit.

Für ihre Malschule für Kinder „das kleine atelier“ erhielt sie seit 2006 öffentliche Anerkennung und
mehrfache Projektförderungen.

Eingeladen und moderiert von Terry Buchholz.

Reihe Z W E I

Altes und Noise für Perkussion Solo

Wolfgang Schliemann | Joachim Rüsenberg

Verschoben – neuer Termin wird noch bekannt gegeben

Jeder
Abend der Reihe ZWEI konfrontiert und collagiert eine je ausgewählte künstlerische Ausdrucksweise aus den
Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Klang etc. Mit einem Werk aus dem Joachim Rüsenberg Archiv. Diesmal zu
Gast ist der Percussionsit Wolfgang Schliemann:

Der Musiker Wolfgang Schliemann, Wiesbaden, bewegt sich in den Bereichen Neue/Improvisierte
Musik/Performance/Klangkunst, bevorzugt mit Ortsbezug und synästhetischer Ausrichtung. Er betreibt die Kunst
des Schlagzeugspiels als fortgesetztes Projekt erweiterter Möglichkeiten. Seine radikale Spielauffassung
schlägt sich in der Praxis vorwiegend freier Improvisation nieder. Demgegenüber stehen medienübergreifende
Projekte unterschiedlicher Präsentationsformen – Aufführungen wie Installationen – mit einem sich ständig
verändernden Fundus von Instrumenten und Klangobjekten.

Als Solist und Mitglied etlicher improvisierender Ensembles ist er auf zahlreichen CD-Veröffentlichungen
sowie in Konzerten mit Musiker*innen der europäischen Szene zu hören; Mitinitiator von ARTist – Musik zur
Zeit, des HumaNoise congress – Tage zeitgenössischer Improvisierter Musik Wiesbaden und der
Landesarbeitsgemeinschaft Improvisierte Musik Hessen sowie Mitglied mehrerer sich überregional vernetzender
Organisationen.
Zudem langjährige Tätigkeit als Instrumentallehrer, Dozent für Gruppenimprovisation in Kursen/Workshops
sowie als Kurator.

Joachim Rüsenberg, 1951- 2016, war Filmemacher und nannte sich später Tonfänger. Er war Mitbegründer des
onomato Künstlervereins Düsseldorf, den er mit seinen „Akustischen Projektionen“ prägte. Mit der Reihe
ZWEI möchten wird das 2019 eingeweihte Joachim Rüsenberg Archiv in einen öffentlichen Gebrauch überführen.

Reihe Z W E I

Wettermaschine von Heute

miu | Joachim Rüsenberg

Verschoben – neuer Termin wird noch bekannt gegeben

Jeder Abend der Reihe
ZWEI konfrontiert und collagiert eine je ausgewählte künstlerische Ausdrucksweise aus den Bereichen Bildende
Kunst, Literatur, Klang etc. Mit einem Werk aus dem Joachim Rüsenberg Archiv. Diesmal zu Gast ist der
Musiker und Künstler miu (Ryutaro Mimura) mit einem konzertanten Beitrag:

mius Arbeiten sind geprägt durch verschiedene interkulturelle und interdisziplinäre Erfahrungen. Japan, sein
Heimatland, ist ihm dadurch unter der Hand zu einem fiktiven und imaginären Gebiet geworden, nicht fremd und
doch kein Zuhause. Vor diesem Hintergrund interessiert ihn die Entwicklung eines Geschehens, die sich
zwischen Realität, Fiktion und Erscheinung bewegt.

miu (Ryutaro Mimura): geboren 1976 in Japan, arbeitet als Konzeptkünstler, Klangkünstler und Performer.
Studium der Sonologie und elektronischen Musik am Kunitachi College of Music (Tokyo) und am Koninklijk
Conservatorium (Den Haag). Nach Stationen in Den Haag, London, Bochum und Ulm lebt und arbeitet er seit fünf
Jahren in Düsseldorf.milch-labor.com

Joachim Rüsenberg, 1951- 2016, war Filmemacher und nannte sich später Tonfänger. Er war Mitbegründer des
onomato Künstlervereins Düsseldorf, den er mit seinen „Akustischen Projektionen“ prägte. Mit der Reihe
ZWEI möchten wird das 2019 eingeweihte Joachim Rüsenberg Archiv in einen öffentlichen Gebrauch überführen.

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