Veranstaltungsankündigungen

Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, in den Räumen des onomato-künstlervereins e.V., Birkenstrasse 97, 40233 Düsseldorf statt.

Montagsgespräche 2025

Alle 14 Tage um 19 Uhr im onomato

Geplant sind folgende Termine, vorbehaltlich Änderungen:

  • 06. und 20. Januar
  • 03. und 17. Februar
  • 03. und 17. und 31.März
  • 14. und 28. April
  • 12. und 26. Mai
  • 09. und 23. Juni
  • 07. und 21. Juli
  • 04. und 18. August
  • 01. und 15. und 29.September
  • 13. und 27. Oktober
  • 10. und 24. November
  • 08. und 22. Dezember

ausstellung

Annabel Howland

Sitetime / Ortzeit

Video, Zeichnung, Animation

Ausstellung 30.August bis 14.September 2025
Eröffnung Freitag, den 29. August 2025 um 19 Uhr
Künstlergespräch Samstag, den 6.9. um 16 Uhr


Annabel Howland nutzt den Blick und die Freiheiten einer Künstlerin, um ökologische und soziale Verflechtungen zu untersuchen. Intuitiv überschreitet sie Disziplinen und bedient sich einer Vielzahl visueller und akustischer Sprachen, um künstlerische, anthropologische und ökologische Themen zu erforschen. Seit mehr als einem Jahrzehnt zieht sich die Faszination für die lebenswichtige Symbiose zwischen arbuskulären Mykorrhiza-Pilzen (AM) und Pflanzen im Boden wie ein roter Faden durch ihr Werk. Die Arbuskeln im Zentrum dieser Symbiose – baumartige oder gewundene Strukturen, die AM-Pilze in den Zellen von Pflanzenwurzeln bilden – sind extrem schwer darstellbar und noch nicht vollständig erforscht, doch sie sind der wichtigste Ort und Zeitpunkt des Nährstoffaustauschs in einer Tauschbeziehung, von der das Leben der meisten Landpflanzen abhängt.
Die neuen Arbeiten, die in Sitetime zu sehen sind, umfassen Videos, Zeichnungen, 3D-Animationen, Mikroskopie und Body-Weather-Choreografien. Es nimmt Pilznetzwerke im Boden als Quelle der Transformation in einer körperlichen Poetik der Atmosphäre und Visualisierung.

Annabel Howland uses an artist’s gaze and freedoms to probe ecological and social entanglements. Intuitively mapping across disciplines, she employs a range of visual and sonic languages to explore artistic, anthropological and ecological themes. Running through her work for more than a decade is a fascination with the vital symbiosis between arbuscular mycorrhizal (AM) fungi and plants in the soil. The arbuscules at the heart of this symbiosis – treelike or coiling structures that AM fungi grow inside the cells of plant roots – are extremely hard to image and not fully understood, yet they are the main site/time of nutrient exchange in a trading relationship on which most terrestrial plant life depends.
The new work being exhibited in Sitetime comprises video, drawings, 3D animation, microscopy and Body Weather choreography. It takes fungal networks in the soil as the source of transformation in a corporeal poetics of atmosphere and visualisation.
 
Die Ausstellung wird kuratiert von Gudrun Teich.
 
Abb.: Video Still aus „Arbuskuläre Zeit“ 2025
 
Öffnungszeiten: Sa./So./Mi. 15–18 Uhr
DC Open: Fr. 5.9. 18-21 Uhr, Sa. 6.9. 13-19 Uhr, So. 7.9. 13-17 Uhr

 
Grateful thanks also to the following scientists, without whom this work would not exist:Toby Kiers, Amsterdam Institute for Life and Environment (A-Life) Vrije Universiteit Amsterdam Malin Klein, Amsterdam Institute for Life and Environment (A-Life) Vrije Universiteit Amsterdam Maarten Kleinhans, Faculty of Geosciences, Metronome Laboratory, Utrecht University Vasilis Kokkoris, Amsterdam Institute for Life and Environment (A-Life) Vrije Universiteit Amsterdam Jen McGaley, Cambridge Crop Science Centre, University of CambridgeEise Nota, Faculty of Geosciences, Metronome Laboratory, Utrecht University
Dieses Projekt von Annabel Howland wurde durch den AFK (Amsterdam Fund for the Arts) und den Dommering Fund for Innovative Visual Art and Video ermöglicht und gefördert durch Mondriaan Fonds, die öffentliche Stiftung für bildende Kunst und Kulturerbe in den Niederlanden.

 

ausstellung

Die Montagsgruppe
mit Terry Buchholz, Markus Mussinghoff, Harald Fayen, Bernard Langerock, Frauke Tomczak, Elisabeth Luchesi, Mechthild Hagemann, Jens Stittgen, Horst Weierstall, Bernadett Wiethoff, Kurush Zinsel

Augenblicksgötter und Lidschlagteufel

Video, Fotografie, Malerei, Installation, Performance, Lyrik, Prosa, Skulptur, Zeichnung

Ausstellung 20.September bis 28.September 2025
Eröffnung Freitag, den 19. September 2025 um 19 Uhr


Die Montagsgruppe
Dies ist eine offene Gruppierung innerhalb des Vereins, die sich alle
zwei Wochen montags trifft. Sie besteht aus Künstler:innen
unterschiedlicher Richtungen (Fotografie, Malerei, Installation,
Performance, Lyrik, Prosa) und anderen Interessierten, die sich mit
ästhetischen und gesellschaftlichen Fragen sowie philosophischen
Positionen auseinandersetzen. Aus den Diskussionen entwickeln sich
Gruppenausstellungen in den Räumen des Vereins, die auch durch
Kataloge dokumentiert sind.
 
Augenblicksgötter
Der Begriff geht zurück auf den Altphilologen und Religionshistoriker Hermann Usener (1834–1905) und den Philosophen Ernst Cassirer
(1874–1945). Das archaische mythische Denken unterstellt allem, was sich nicht von selbst versteht, personale Verursacher (Gewitter: Zeus / Thor), auch bei den alltäglichsten Ereignissen. Ob an einer Weggabelung rechts oder links abzubiegen ist, entscheidet ein kleiner Gott oder eine kleine Göttin, die nur für diesen Zeitpunkt an dieser Gabelung existiert. Ritualisierte Handlungen erlauben den Zugang zu dieser Entscheidung. Diese archaische Denkweise existiert aller Aufklärung zum Trotz bis heute fort, Beispiele dafür sind vielleicht die Heinzelmännchen von Köln oder die zahllosen Glücksbringer, die Menschen mit sich herumtragen. Lidschlagteufel Dies ist die Spontanschöpfung eines Mitglieds der Montagsgruppe, um dem gedanklichen Schwergewicht etwas Spielerisches entgegenzusetzen. Dieser heilige Unernst ist womöglich der Einflüsterung einer Augenblicksgöttin zu verdanken. Augenblicksgötter und Lidschlagteufel, beides zusammen markiert das Spannungsfeld, in dem die Ausstellenden sich mit dem Mythologischen im Alltäglichen auseinandersetzen.
 
Die Ausstellung wird kuratiert von Bernadett Wiethoff.
 
Öffnungszeiten zu den Kunstpunkten: Sa. 14 – 20 Uhr, So. 12 – 18 Uhr
während der laufenden Ausstellung: Sa./So./Mi. 15–18 Uhr

 

 

Vorschau 2025

Vorträge Jens Stittgen:

Käthe Kollwitz

Ausstellungen, Werkgespräche:

Alexia Krauthäuser / Christian Heilig, installation

Christiane Camenisch / Johannes Vetsch, video

Jürgen Hille, Video Installation

André Möller / Natalie Böhrer, klang, malerei,

Christiane Tyrell / Elisabeth Luchesi, werkgespräch

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